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Politik

Wölfflins Weg nach Westen

Es ist zwar weiter kaum von Belang, aber bestätigt: Ein Vorfahr Barack Obamas ist 1750 aus Besigheim in die Neue Welt ausgewandert.

07.03.2014

Von WOLFGANG RISCH

Besigheim/Washington Zu Aachen, im alten Dome, liegt Carolus Magnus begraben. (Man muss ihn nicht verwechseln mit Karl Mayer, der lebt in Schwaben.) Nun ist es nicht so, dass Karl Mayer ohne Heinrich Heine einem nennenswerten Publikum bekannt geworden wäre. Ähnliches darf man wohl mit Fug und Recht von Conrad Wölfflin behaupten, der erst jetzt, nach 264 Jahren, eine Berühmtheit zu werden scheint - dank des US-Präsidenten Barack Obama. Besigheim, ein Wintermärchen?

Aus eben diesem Städtchen im heutigen Kreis Ludwigsburg ist der 1729 dort geborene und in Beutelsbach (jetzt Weinstadt) aufgewachsene Johann Conrad Wölfflin im Jahre 1750 ausgewandert, um in der damals nicht mehr ganz so neuen Welt sein Glück zu finden. Ob ihm dies letztlich gelungen ist, ist uns sowohl nicht bekannt als auch an dieser Stelle ohne Bedeutung. Denn eine derartige Prominenz, die Wölfflin in diesen Tagen zu erlangen droht, konnte er ohne moderne Kommunikationsformen gar nicht erringen. In Windeseile verbreitete nämlich die Evangelische Landeskirche in Württemberg die Nachricht, man sei den Gerüchten um Obamas Wurzeln im Schwabenland nachgegangen, sei fündig geworden und habe die Informationen von US-amerikanischen Familienforschern bestätigt bekommen. Besigheim - also kein Wintermärchen.

Über Pennsylvania, Ohio und Kansas gelangten die Nachfahren Wölfflins, der sich fortan Wolfley nannte, nach Honolulu, wo Stanley Ann Dunham 1961 Barack Hussein Obama senior heiratete. Irgendwie märchenhaft bleibt die Geschichte trotzdem. Denn der Weg vom Besigheimer Marktplatz zu der Adresse 1600 Pennsylvania Avenue in Washington, D.C., war durchaus verschlungen.

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Erstellt:
7. März 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. März 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. März 2014, 12:00 Uhr

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