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Woche der Wahrheit
Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Affäre um die WM 2006 mit ins Rollen gebracht - und muss nun vor der Aufarbeitung zittern. Foto: dpa
Beim DFB fallen wichtige Entscheidungen - Beckenbauer und Zwanziger müssen zittern

Woche der Wahrheit

Die Fifa hat einen neuen Präsidenten, andere Entscheidungen stehen noch aus. Für den DFB wird der Freitag spannend. Dann legt die Kanzlei Freshfields ihre Ergebnisse zur Vergabe der WM 2006 vor.

01.03.2016
  • SID

Frankfurt. Am Freitag wurde der neue Fifa-Präsident Gianni Infantino gewählt. Doch auch in dieser Woche fallen große Fußball-Entscheidungen: Skandal-Aufarbeitung beim DFB, Generalstabs-Übergabe bei der Uefa, Videobeweis-Debatte beim IFAB - wer dachte, dass nach der Präsidenten-Findung beim Weltverband Fifa Ruhe einkehrt, sieht sich getäuscht.

Aus deutscher Sicht steht die Affäre um die Vergabe der WM 2006 im Mittelpunkt. Am Donnerstag wird sich das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit dem leidigen Thema beschäftigen, am Freitag legt die Kanzlei Freshfields die Ergebnisse der monatelangen Ermittlungsarbeit vor. Dabei fällt hoffentlich ein erstes Licht in die anscheinend dunklen Machenschaften der WM-Macher.

Im Kern geht es um drei Fragen: Wohin sind die 6,7 Millionen Euro, die verschleiert und nach bisheriger Darstellung als Rückzahlung für ein angebliches Darlehen von Ex-Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus an die Fifa überwiesen wurden, tatsächlich geflossen? Gab es vor der WM-Vergabe Bestechungsversuche aus Deutschland? Wer vom DFB wusste seit wann was von welchen Vorgängen? Zittern müssen Franz Beckenbauer, Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger, Horst R. Schmidt, Fedor Radmann - und der DFB selbst. Denn obwohl keiner der einst mächtigen Funktionäre noch im Amt ist, droht dem Verband der rückwirkende Verlust seiner Gemeinnützigkeit und damit Strafzahlungen von bis zu 25 Millionen Euro. Er habe "volles Vertrauen" in den DFB, sagte Infantino, der Verband habe die Aufarbeitung "seriös angepackt."

Ob schon am Freitag die ganze Wahrheit ans Licht kommt, scheint zweifelhaft. Es gebe noch viele "Ungereimtheiten, Merkwürdigkeiten, die zeigen, dass wichtige Akteure des Sommermärchens noch immer viel zu verbergen haben", schreibt der "Spiegel", der die Affäre ins Rollen gebracht hatte.

Beim europäischen Verband Uefa geht es um die Posten. Nach Infantinos Aufstieg zum Fifa-Boss ist die Uefa führungslos. Der Nachfolger des bisherigen Uefa-Generalsekretärs wird am Freitag in Nyon bestimmt. Wann und ob es einen Uefa-Präsidenten gibt, bleibt dagegen völlig offen. Der Europa-Verband will erst einen neuen Chef wählen, wenn über die Berufung des gesperrten Präsidenten Michel Platini vor dem internationalen Sportgerichtshof Cas entschieden wurde. Spätestens zu Beginn der Euro 2016 (10. Juni) soll der neue Uefa-Boss feststehen.

Mit einem anderen heißen Eisen, das bei der EM-Endrunde allerdings noch keine Rolle spielen wird, befasst sich am Samstag das International Football Association Board (IFAB) in Cardiff. Die "Regelhüter des Fußballs" entscheiden darüber, ob Tests mit verschiedenen Videobeweis-Methoden im Profi-Fußball zugelassen werden. Auch die kritisierte Dreifachbestrafung bei Notbremsen steht auf der Tagesordnung. Sollte sich das IFAB für die Tests entscheiden, will sich der deutsche Fußball als "Versuchskaninchen" zur Verfügung stellen. Dann ist eine zweijährige Testphase bei Bundesligaspielen geplant.

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01.03.2016, 08:30 Uhr
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