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Land am Rand

Wo die Wut wohnt

Die Hecke wächst durch den Zaun: ein Grund für Zoff. In der Kehrwoche zu schlampig gewischt: der Anlass für Streit. Den Rasenmäher auch am Sonntag angeschmissen: Wir sehen uns vor Gericht!

20.02.2018

Von REI

Obacht beim Baum- und Heckenschnitt: Womöglich ist das schon der Beginn eines langen Rechtsstreits. Im Südwesten ist die Gefahr aber etwas geringer Foto: Volkmar Könneke

Ulm. Die Deutschen und ihre Nachbarn, eine schwierige Beziehung. Streitigkeiten über den Gartenzaun werden uns oft nachgesagt.

Doch gibt es regionale Unterschiede, was die Lust am Streiten angeht. Das sagt zumindest der Streitatlas des Rechtsschutzversicherers Advocard. Der Südwesten kommt wieder einmal gut davon. Besonders gern zoffen sich offenbar die Menschen in Berlin (31,2 Streitfälle pro 100 Einwohner), Leipzig (33,2) und Oberhausen im Ruhrgebiet (34,1). Im Süden geht es hingegen viel harmonischer zu, in Tübingen etwa sind es nur 17,8 Streitfälle pro 100 Einwohner. Der typische Streithansel im Land ist ein Mann, 46-55 Jahre alt, und zankt sich im Schnitt ein bis zwei Jahre lang mit seinem Gegenüber. Die Streitursachen sind neben Privatem – Achtung, Überraschung – der Verkehr sowie Arbeit und Wohnen.

Warum es im Ländle so viel harmonischer ist als im Ruhrgebiet, dazu schweigt sich die Statistik leider aus. Dabei ist es ganz einfach: Das Gras hier ist grüner, die Bäume im Schwarzwald höher und die Nachbarn auf der Alb schlicht so weit entfernt, dass sie den Rasenmäher nicht hören. Und wenn wir uns einmal das schwäbische Sprichwort „Net geschimpft ist gelobt genug“ näher ansehen, leben wir sogar in einem Land, in dem wir uns vor lauter Lob gar nicht retten können – ein schlechtes Klima für Streit. Pia Reiser

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Erstellt:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2018, 06:00 Uhr

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