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Wo die Kettensägen kreischen

In diesen vollgepfropften Tagen möchte man laut ausrufen: „Mehr Mut zur Lücke!“ Nicht nur, wenn auf der B 28 zwischen Reutlingen und Tübingen die Autos sich Kotflügel an Kotflügel aneinanderkeilen und keinen Zentimeter Platz geben für Einscherende, Linksabbieger und Überhol-Abbrecher. Am Wochenende beim Sicherheitstag war auch in der Reutlinger Innenstadt kein Durchkommen mehr. Geschätzte 30 000 Menschen sind sich, wie berichtet, auf der Wilhelmstraße gegenseitig auf die Zehen getappt.

21.10.2015
  • Matthias Reichert

Hätten sie mehr Mut zur Lücke gezeigt, dann hätten sich die Panzerknacker, Sektion Reutlingen-Süd, die neuesten Tresoren-Modelle anschauen können und wären für alle Zeiten von ihren kriminellen Machenschaften kuriert gewesen. So hingegen suchen sie weiter die Lücke im Sicherheitsnetz der Banken. Das kann natürlich nie und nimmer gelingen, weil die Sicherheitsbeauftragten von Banken eher ängstliche Zeitgenossen sind, die Lücken scheuen wie die Europäische Zentralbank die nächste Zinserhöhung.

Popstar Madonna hat es mit ihrem Gebiss vorexerziert, ihre französische Kollegin Vanessa Paradis hat die sinnliche Zahnlücke kaltlächelnd kopiert. Womit die Strahlkraft solcherlei Lücken bewiesen wäre. Lücken klaffen freilich bisweilen auch in den Publikumsreihen der Reutlinger Stadthalle. Aber wenn man fragt, bei welchen Auftritten, muss der Autor Erinnerungslücken eingestehen.

Mut zur Lücke müssen nun auch zwei Eninger Forstwirte aufbringen. Sie waren den ganzen Montagvormittag mit Holzarbeiten entlang der Sankt Johanner Steige beschäftigt, teilt die Polizei mit. Gegen 12.45 Uhr deponierten sie dann ihre beiden Kettensägen kurzfristig im Bereich einer Schranke neben dem Gebüsch vor einem Waldweg, heißt es im Polizeibericht. Als die beiden Arbeiter nach einer Viertelstunde zurückkamen, waren die Motorsägen verschwunden.

Gegenüber der Stelle liegen eine Haltebucht mit Notrufsäule samt Sitzbank. Die Polizei argwöhnt deshalb nun, dass ein zufällig vorbeigekommener, unbekannter Verkehrsteilnehmer die Gunst der Stunde nutzte, um die beiden PS-starken Kettensägen im Wert von rund 2000 Euro an sich zu nehmen. Was geschieht damit? Droht jetzt womöglich das Sankt Johanner Kettensägenmassaker?, fragt sich der geneigte Leser. Doch diese Lücke vermag der Polizeibericht nicht zu füllen – wir fordern lückenlose Aufklärung!

Was ein Loch im Eimer alles bedeuten kann, hat das Medium-Terzett schon vor vielen Jahren vorexerziert, als die Haare des Autors längst nicht ergraut waren. Jetzt muss das Osnabrücker Trio herhalten, die letzte Lücke im Fließtext dieses Beitrags zu stopfen. Mit Stroh, oder womit auch immer. Der Autor gibt freimütig zu: Am rechten Mut zur Lücke hat es ihm bei seinen Artikeln immer schon gefehlt.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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