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Die Tonne wird sternsüchtig

Wissenschaft trifft Kunst bei der Zusammenarbeit von Theater und Sternwarte

Führungen durch die Sternwarte aufzuwerten mit Kunst – diese Idee hat Heinz Lenhart, den Leiter der Reutlinger Sternwarte, gleich begeistert, als Intendant Enrico Urbanek vom Tonne-Theater nachfragte. Am Montag hat „Sternsüchtig“ Premiere.

15.12.2012

Von Thomas de Marco

Reutlingen. Als Urbanek vor anderthalb Jahren in der Karlstraße vorbeifuhr und die Kuppel der Sternwarte sah, hat er das Observatorium der Volksbildung gleich als „poetischen Ort? ausgemacht ? die Idee für die „poetisch-wissenschaftlich-klangvolle Reise auf der Milchstraße?, so der Untertitel von „Sternsüchtig?, war geboren.

„Ich habe gleich offene Türen eingerannt bei der Sternwarte. Diese enthusiastischen Leute faszinieren mich, die sind ähnlich besessen wie wir Theatermenschen?, sagt Urbanek. Normale Sternwartebesucher würden vor allem naturwissenschaftliches Interesse mitbringen, erklärt Lenhart. „Nun führen wir sie mit Theaterpublikum zusammen. Das ist ein bereichernder Austausch, von dem beide Seiten profitieren können.?

Ein reiner Theaterabend in der Sternwarte mache aber keinen Sinn, sagt Lenhart. „Deshalb hatten wir die Idee, dass die Wissenschaft die Kunst trifft?, erklärt er. Konkret heißt das: Die normalen populärwissenschaftlichen Führungen durch die Sternwarte werden mit kosmischer Live-Musik von Christian Dähn und Texten, die Schauspielerin Jördis Johannson vorträgt, angereichert.

Maximal 60 Besucher können zu einem der bisher geplanten sieben Vorstellungstermine kommen. Diese werden in drei Gruppen aufgeteilt, die wechselweise durchs Teleskop Gestirne beobachten, im Planetarium das Sternentheater genießen und im Danzersaal den neuen Omniglobe bewundern. Pro Standort sind 30 Minuten eingeplant, ein Drittel davon bestreiten die Tonne-Künstler mit ihrem Programm.

Mit Saint-Exupéry oder mit eigenen Texten werde dargestellt, „was es mit einem macht, wenn man Sterne schaut?, sagt Tonne-Dramaturgin Karen Schultze. Schauspielerin Johannson ist als Gast für diese Produktion geholt worden. Die Sternwarte-Führungen sowie die Theateraufführungen nehmen dabei immer auf besondere Sternenkonstellationen Bezug. Bei der Premiere am Montag steht die Andromeda-Sage im Vordergrund. Der Mond, ob halb oder voll, sei aber immer dabei, erklärt der Leiter der Reutlinger Sternwarte, die seit 1956 vom Verein für Volksbildung betrieben wird. Jeweils vier der insgesamt 15 ehrenamtlichen Sternwarte-Mitglieder sowie drei Mitarbeiter vom Tonne-Theaterverein sind bei den Aufführungen immer dabei. „Jede Seite bringt das Bestmögliche ein?, verspricht Urbanek. Warme Kleidung empfiehlt sich für den Blick durchs Teleskop, denn dafür wird die Kuppel auf dem Dach der Steinbeis-Schule geöffnet.

Astronom trifft Theatermacher: Heinz Lenhart von der Reutlinger Sternwarte (links) und Tonne-Intendant Enrico Urbanek freuen sich über die Kooperation.Bild: Haas

Das Tonne-Theater geht für Aufführungen ganz gerne mal woanders hin, sagt Intendant Enrico Urbanek mit einem Grinsen, „schließlich erlischt 2014 ja die Betriebsgenehmigung für die zweite Spielstätte an der Planie?. Bisher hat die Tonne mit dem Kulturzentrum franz. K, der Württembergischen Philharmonie und dem Knabenchor „Capella Vocalis? kooperiert. Nun kommt die Zusammenarbeit mit der Sternwarte hinzu. Am Montag, 17. Dezember, 20 Uhr, hat „Sternsüchtig, die poetisch-wissenschaftlich-klangvolle Reise auf der Milchstraße? Premiere in der Karlstraße 40 (Ferdinand-von-Steinbeis-Schule). Bis zum 24. März sind sechs weitere Vorstellungen geplant.

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Erstellt:
15. Dezember 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Dezember 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2012, 12:00 Uhr

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