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Glosse

Wissenschaft total banal

Die Welt ist kompliziert. Das zeigt ja schon diese Zeitungsseite: Verstehen Sie wirklich alles, was weiter oben geschrieben steht? Und es geht ja noch komplizierter, in der Wissenschaft zum Beispiel.

24.07.2018

Von MATHIAS PUDDIG

Berlin. Doch diesem Problem geht es jetzt an den Kragen. „Viele Forscher und Akademiker gebrauchen ständig Begrifflichkeiten, von denen sie sich nicht vorstellen können, dass sie für andere eben nicht Alltag sind“, beklagte jüngst die Forschungsministerin Anja Karliczek und nannte als Beispiel das Wort „Algorithmus“.

Das wird die Stimmung im Elfenbeinturm der hehren Forschung nicht gerade gehoben haben, doch die Frage muss erlaubt sein: Muss denn in der Wissenschaft – aber auch im richtigen Leben – wirklich immer alles so kompliziert sein? Was spricht dagegen, komplizierte Sachen wie „Algorithmus“ einfach „Dings“ zu nennen?

Und das ist nur der Anfang: Die Zahl Pi (wofür man die auch immer brauchen mag) ist auch unnötig komplex. 3 statt 3,14159265, das würde doch reichen. Die Straßenverkehrsordnung besteht aus 53 Paragrafen, dabei würde es auch der Paragraf 1 tun. Wie schnell ließe sich ein Zauberwürfel entzaubern, wenn alle Seiten dieselbe Farbe hätten! Und überhaupt: Wieso trägt die Forschungsministerin einen Namen, der so kompliziert ist, dass fast die Hälfte der Deutschen ihn sich nicht merken kann? Mathias Puddig

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Erstellt:
24. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2018, 06:00 Uhr

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