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Wirkt sich Entwicklung in der Türkei auf Islam-Unterricht aus?
Islam-Unterricht an einer Schule in Bonn: Die Ausweitung des Moddellversuchs beschäftigt die Politik im Land schon lange. Die Entwicklung in der Türkei macht die Sache nicht einfacher. Foto: epd
Ministerium prüft Ditib

Wirkt sich Entwicklung in der Türkei auf Islam-Unterricht aus?

Muslimische Verbände sollen als Träger des Islam-Unterrichts im Land fungieren. Das Ministerium prüft nun, wie es mit der türkischen Ditib weitergeht.

05.08.2016
  • JULIA GIERTZ, DPA

Stuttgart. Das Kultusministerium wertet angesichts der Turbulenzen in der Türkei Aussagen der türkisch-islamischen Dachorganisation Ditib aus. Eine direkte inhaltliche Auswirkung auf den islamischen Religionsunterricht an baden-württembergischen Schulen erwartet das Ministerium aber nicht. Die Aussagen der Ditib, die direkt der türkischen Religionsbehörde untersteht, würden beobachtet und ausgewertet, sagte eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstag in Stuttgart.

Hieraus gewonnene Erkenntnisse müssten bei einer Beurteilung von Staatsferne und Rechtsstaatlichkeit – vor allem bei einem Verfahren zur Anerkennung als Religionsgemeinschaft – berücksichtigt werden.

Die Ditib (Islamische Union der Anstalt für Religion) möchte islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung erteilen und hat dies bereits seit langem beim Ministerium beantragt. Über die dafür erforderliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft ist aber noch nicht entschieden worden.

Wegen der Schwierigkeit, einen einheitlichen islamischen Ansprechpartner zu finden, wurde Ende vergangenen Jahres auch ein Projektbeirat zum Ausbau des islamischen Religionsunterrichts gebildet. Die Gruppe mit Vertretern aller wichtigen muslimischen Verbände und Wissenschaftlern soll das Land in inhaltlichen Fragen beraten und dazu beitragen, dass das Modellprojekt an bisher 68 Schulen langfristig in ein Regelangebot in gemeinsamer muslimischer Trägerschaft übergeht. Der Islamwissenschaftler Fatih Sahan vom Ditib-Landesverband leitet den Beirat.

Das Ministerium sprach den Lehrkräften für islamischen Religionsunterricht sein Vertrauen aus. Sie seien an deutschen Hochschulen ausgebildete Pädagogen, die in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit dem Land stünden und für die Einhaltung aller pädagogischen Grundsätze sensibilisiert seien. Der islamische Religionsunterricht findet unter staatlicher Schulaufsicht in deutscher Sprache statt.

In Hessen dagegen behält sich das Ministerium Konsequenzen für den islamischen Religionsunterricht vor. Dort ist die Ditib Kooperationspartner für den Unterricht. Gegenwärtig gebe es aber keinen Einfluss des türkischen Staates auf den Unterricht. Rheinland-Pfalz kündigte an, weitere Verhandlungen über den dort geplanten Islamunterricht mit Ditib kritisch zu prüfen.

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05.08.2016, 06:00 Uhr
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