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Auto

Wird ein Stück von Opel verkauft?

Französische Medien berichten über die Teil-Ausgliederung des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim.

05.07.2018

Von ROLF OBERTREIS

Bei Opel kehrt keine Ruhe ein. Foto: Boris Roessler/dpa

Rüsselsheim. Bei Opel kehrt keine Ruhe ein. Jetzt droht sogar Streik. Grund: Angeblich sollen wichtige Bereiche des Entwicklungszentrums (ITEZ) in Rüsselsheim verkauft oder in eine strategische Partnerschaft eingebracht werden. Betroffen davon wären knapp 4000 der rund 7500 ITEZ-Beschäftigten. Dies berichtet die französische Zeitung „Le Monde“. Weder der französische Autokonzern PSA (Peugeot, Citroën) noch Opel wollte die Spekulationen kommentieren. Opel-Chef Michael Lohscheller dagegen betonte, das ITEZ bleibe Kern von Opel. Angesichts des abnehmenden Auftragsvolumens prüfe man aber „unterschiedliche Optionen, wie eine nachhaltige und erfolgreiche Aufstellung im ITEZ erreicht werden kann“.

Angeblich hat sich PSA bereits mit dem französischen Dienstleister Altran über einen Verkauf der Bereiche geeinigt. Spekuliert wird über einen Kaufpreis von 500 Mio. EUR. Als Interessent wird auch die auf die Automobilbranche spezialisierte Ingenieurfirma Bertrandt aus Ehningen genannt.

Opel-Betriebsratschef Schäfer-Klug zufolge würde ein „(Aus)-Verkauf“ der Opel-Entwicklung dem Unternehmen die Zukunft nehmen. „Das technologische Herz der Marke Opel schlägt im Engineering. Produktion, Service- und Verwaltungsbereiche können ohne Entwicklungszentrum der Marke Opel keine Identität geben“.

Erst Ende Mai hatte sich Opel mit dem Betriebsrat über den Abbau von knapp 4000 Arbeitsplätzen bis 2020 verständigt, der ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen soll.

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sieht einen möglichen Teil-Verkauf des ITEZ als gravierenden Einschnitt für Opel: „PSA-Chef Carlos Tavares scheinen deutsches Engineering und deutsche Autos deutlich weniger Wert zu sein als er wortreich behauptet“.

Die Absatzzahlen von Opel sind nach wie vor schlecht. Die Pkw-Neuzulassungen gingen im ersten Halbjahr um 7,1 Prozent auf 118 526 Fahrzeuge zurück, darunter laut Dudenhöffer ein erheblicher Anteil von Eigenzulassungen. Rolf Obertreis

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Erstellt:
5. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Juli 2018, 06:00 Uhr

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