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Der quasikönigliche Rabauke

Wirbel um Marius: Sohn von Mette-Marit pfeift auf royale Pflichten

Wirbel um Marius, den hübschen Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit: Ist er ein Royal oder nur Privatperson? Ihn kümmert's wenig.

16.08.2016
  • ANDRÉ ANWAR

Kopenhagen. Er ist der Sohn der künftigen Königin von Norwegen und selbst nicht einmal ein Prinz. Die Rede ist von Marius Borg Høiby (19). Der stammt aus einer früheren Bekanntschaft des einst bürgerlichen Partygirls Mette-Marit (42). Die Norweger haben Marius seit ihrer Heirat mit Kronprinz Haakon (43) im Jahr 2001 an der Seite der Königsfamilie aufwachsen sehen.

Auch ist er „Mitglied der Königsfamilie“. König Harald V. von Norwegen (79) wollte den energischen Blondschopf nach der Hochzeit seines Sohnes nicht ausschließen. Oft taucht Marius bei offiziellen Anlässen auf, winkt mit der Familie hier und da von königlichen Balkonen, stets mit düster-trotzigem Blick und zeitweise mit wilden langen Haaren.

Im Gegensatz zu seinen jüngeren Geschwistern Prinzessin Ingrid Alexandra (12) und Prinz Sverre Magnus (12) genießt Marius Narrenfreiheit am Hofe. Der zukünftige König Haakon ist ja nur sein Stiefvater. „Klein-Marius“ nannte ihn die norwegische Presse lange liebevoll.

Nun scheint die Schonzeit vorbei zu sein. Seit einiger Zeit ist er mit der attraktiven 20-jährigen Linn Helena Nilsen aus dem Osloer Vorort Drammen zusammen. Die beiden posteten Bilder von sich. Marius schrieb „ich bin so glücklich dich zu haben“. Auch Linn veröffentlichte ein Selfie der beiden im USA-Urlaub. „Wir bleiben einfach für immer hier“, schrieb sie dazu.

Die Ortsteilzeitung in Drammen berichtete stolz über die Liaison. Linn stamme aus einer „steinreichen Familie“. Sie habe, laut den in Norwegen öffentlichen Steuerunterlagen, selbst ein kleines Vermögen von über fünf Millionen Kronen (540 000 Euro) und arbeite als Modell und an einer Schule, verrät das Lokalblatt ohne Bedenken.

Die Zeitung „Nettavisen“ bat um ein Interview mit Marius zu seiner Flamme. Doch der Hof lehnte brüsk ab. „Wir stellen fest, dass ,Nettavisen‘ keine Rücksicht auf die Bitte nicht-öffentlicher Personen nimmt, über diese Sache nichts zu veröffentlichen“, hieß es. Nun tobt eine Debatte über Marius Rolle am Hofe.

Die Presse argumentiert, dass Marius sein Jet-Set Leben, wie auch der Rest der Königsfamilie, mit Steuergeldern finanziere. Wer A sage, müsse auch B sagen. Zudem liebe Marius das Rampenlicht ohnehin. So tauchte er jüngst in der populären TV-Serie „Skam“ auf.

Auch stellt der Quasiprinz sein Leben freiwillig in Internetforen zur Schau. Als „Teilzeitpirat“ bezeichnet er sich etwa in seinem öffentlichen Instagram Konto mit über 34 500 Abonnenten. Dort gibt es private Fotos von dem Bohèmien in tiefsitzenden Jogginghosen, wilder Haarpracht, engen schwarzen Lederjacken, Kapuzenpullis und Skatermützen. Man sieht ihn auf Reisen, beim Skaten, beim Surfen, beim Motorradfahren mit Kumpels. Das sei schließlich etwas, was alle junge Menschen tun, ohne deshalb gleich ihr ganzes Leben der Öffentlichkeit preisgeben zu müssen, sagen die, die ihn beschützten wollen.

Doch auch königstreue Hofexperten räumen ein, dass der Palast bislang nicht eindeutig gewesen ist bei der Definition von Marius' Rolle. „Als Mitglied der Königsfamilie, mit einem Gesicht, welches das Volk unmittelbar wiedererkennt, muss er mit Interesse rechnen, ob er will oder nicht“, meint Königshausexperte Kjell Totland vom Sender TV2.

„Marius kann nicht am Maitag als Teil der Königsfamilie vom könglichen Balkon winken und am nächsten Tag eine gewöhnliche Privatperson sein“, sagt auch Erik Stephansen von „Nettavisen“. Auch seine Freundin könne nicht einfach ihre Liebe zu Marius öffentlich im Internet vor ihren 3300 Abonnenten mit Bildmaterial erklären und dann beleidigt sein, wenn die Presse über sie schreibt, argumentiert er. Letztlich müsse Marius seinen Ausschluss aus der Königsfamilie beantragen, wenn er in Ruhe gelassen werden will, empfiehlt Stephansen. Der junge Mann sei nun Erwachsen und müsse wählen.

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16.08.2016, 06:00 Uhr
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