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Pforzheim

Wieder Warnstreik im Pforzheimer Busverkehr

Nach einer kurzen Unterbrechung haben die Busfahrer in Pforzheim ihren Warnstreik am Mittwoch fortgesetzt.

30.03.2016
  • dpa/lsw

Pforzheim. Die Gewerkschaft Verdi rief die Mitarbeiter auf, von 10.30 Uhr bis 19.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Erst am Dienstag hatten die Fahrer des Stadtverkehrs Pforzheim (SVP) ihre Busse abgestellt. Mit Beginn der Frühschicht am Mittwoch lief der Verkehr für einige Stunden wieder.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Übernahme des Busverkehrs in der Stadt ab 2017 durch die Bahn-Tochter Regionalbusverkehr Südwest (RVS). Das städtische Unternehmen SVP steht vor dem Aus.

Nach Angaben des Verdi-Verhandlungsführers Rüdiger Steinke haben sich bei einer Mitgliederbefragung am Dienstag rund 95 Prozent für einen Streik ausgesprochen. Im Raum steht auch noch die Möglichkeit einer Urabstimmung mit anschließendem unbefristeten Streik. Er verstehe die Verärgerung der Fahrgäste, die vergeblich auf Busse warteten, sagte Steinke. Aber: Er könne niemandem empfehlen, sich in den nächsten Tagen auf den Busverkehr in Pforzheim zu verlassen.

Die Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag stocken. Insgesamt sind 240 Mitarbeiter von der drohenden Schließung des Unternehmens betroffen. Die Gewerkschaft will die Arbeitsplätze zunächst bis Mitte 2017 sichern. Mit Hilfe des Sozialtarifvertrags will Verdi unter anderem mögliche Lohneinbußen abmildern sowie Abfindungen und Weiterbeschäftigung bei anderen Betrieben aushandeln.

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30.03.2016, 10:13 Uhr | geändert: 30.03.2016, 13:00 Uhr
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