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Lernen im Sprachbad

Wie hiesige Flüchtlingskinder Deutsch lernen

Für Flüchtlingskinder gibt es in Rottenburg zweierlei Arten, Deutsch zu lernen. Die einen besuchen Vorbereitungsklassen, andere sind in reguläre Schulklassen integriert und lernen im sogenannten Sprachbad.

10.10.2015
  • ing

Rottenburg. Kulturamtsleiter Karlheinz Geppert stellte am Donnerstag in der Sitzung des Sozialausschusses die aktuellen Zahlen vor. Danach besuchen 85 Kinder und Jugendliche, die noch nicht gut genug Deutsch sprechen, um in reguläre Schulklassen eingegliedert zu werden, Vorbereitungsklassen. 27 dieser Schüler und Schülerinnen sind Flüchtlingskinder.

Weitere 21 Flüchtlingskinder werden in regulären Schulklassen unterrichtet – entweder, weil sie schon hinreichend gut Deutsch sprechen, oder weil die Lehrkräfte davon ausgehen, dass sie im sogenannten Sprachbad die neue Sprache besonders schnell lernen. Sprachwissenschaftler nennen es auch Immersion (von lateinisch „immersio“, Eintauchen): Die Kinder werden dabei quasi ins kalte Wasser geworfen. In Schule oder Kindergarten möglichst nur von der fremden Sprache umgeben, lernen sie diese beiläufig nach dem selben Prinzip, nach dem sie zunächst ihre Muttersprache lernten.

Die Vorbereitungsklassen (VKL) sind das, was früher Internationale Vorbereitungsklasse hieß. Es gibt je eine an der Grundschule im Kreuzerfeld, der Grundschule Ergenzingen und seit diesem Schuljahr auch an der Grundschule der Hohenberg-Schule. Zwei weitere VKL gibt es an der Hohenberg-Werkrealschule.

Während die neue VKL an der Hohenberg-Grundschule mit sechs Schülern noch sehr klein ist, ist die an der Grundschule Ergenzingen mit 25 Mädchen und Jungen nach Ansicht der Stadträte Emanuel Peter (Die Linke) und Margarethe Nohr (SPD) viel zu groß. Eine Vorbereitungsklasse mit über 20 Kindern sei „für die Lehrkraft nicht mehr zu händeln“, 15 Schüler seien aus pädagogischer Sicht das Maximum, sagte Nohr.

Peter appellierte an die Stadt, sich in Stuttgart dafür einzusetzen, dass der Klassenteiler für Vorbereitungsklassen gesenkt wird. Der seit Jahren gültige Teiler liegt bei 24 Schülern. Bei 25 Kindern wie in der Klasse in Ergenzingen könne man allenfalls noch von „sozialpädagogischer Betreuung“ reden, sagte Peter. Oberbürgermeister Stephan Neher wagte die Vermutung, dass da beim Land im Moment wahrscheinlich nichts zu machen sei.

Laut Kulturamtsleiter Geppert ist eine weitere VKL an der Grundschule Seebronn geplant. Das sei, sagte er gegenüber dem TAGBLATT, sinnvoller, als an der Grundschule Ergenzingen eine zweite Klasse dieser Art aufzumachen, weil die Kinder dadurch besser gefördert würden. In Fächern wie Musik und Sport würden die VKL-Schüler gemeinsam mit den regulären Klassen unterrichtet.

Per VW-Bus in den Stadtteil-Kindergarten

Für die Unterbringung der Flüchtlingskinder im Kindergartenalter hat sich die Stadt laut Geppert Folgendes ausgedacht: Da die Kernstadt-Kindergärten voll seien, die Stadtteil-Kindergärten aber noch freie Plätze hätten, sollen die Kinder von einem Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) morgens per VW-Bus von Zuhause abgeholt, in den Kindergarten gebracht und mittags wieder heimgefahren werden. Der Bufdi sei bereits da, der VW-Bus ebenso. Wann es losgehe und um wie viele Kinder es sich handle, sei noch völlig offen. Aber, so Geppert: „Wir können jederzeit anfangen.“

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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