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Hintergrund

Wie es in der SPD weitergeht

Malu Dreyer ringt um Worte. Als sie am Dienstag gefragt wird, wie es jetzt an der SPD-Spitze weitergeht, erklärt sie umständlich: „Wenn das jetzt so ist, wie es ist, weil das Leben manchmal so ist, dann sind wir jetzt eben zu zweit.“

11.09.2019

Von Mathias Puddig

Bleibt aus dem Spitzen-Trio bald allein zurück: Malu Dreyer. Foto: Jörg Halisch/dpa

Berlin. Der Schreck über Manuela Schwesigs Krebserkrankung steckt ihr sichtlich in den Knochen. Gleichzeitig dürfte ihr aber auch klar sein: Schwesig hinterlässt ein tiefes Loch, das die Bundes-SPD nur schwer füllen kann.

Nach dem Abschied von Andrea Nahles aus der Politik waren Schwesig, Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel angetreten, um als kommissarisches Führungstrio den Übergang zu moderieren, bis die SPD-Mitglieder die neuen Vorsitzenden gewählt haben. Die Aufgaben hatten sie aufgeteilt: Während Dreyer und Schäfer-Gümbel sich eher um die innerparteiliche Kommunikation kümmerten, gab Schwesig Pressekonferenzen und Interviews. Das funktionierte gut. Schäfer-Gümbel berichtete, dass die drei morgens gemeinsam aufstanden und abends gemeinsam ins Bett gingen. So eng sei der Austausch gewesen.

Auch TSG verabschiedet sich

Klar war allerdings, dass sich Schäfer-Gümbel vorzeitig aus dem Trio verabschiedet. Er tritt zum 1. Oktober seine Stelle als Arbeitsdirektor bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an. An diesen Plänen hält Schäfer-Gümbel fest. „Dann wird Malu Dreyer diese Aufgabe allein erledigen.“ Zwar müssten Details noch besprochen werden, an der Parteiführung solle es aber keine Änderungen geben.

Ohnehin wäre die Auswahl zumindest unter den Vize-Chefs sehr begrenzt gewesen. Denn die Stellvertreter Ralf Stegner und Olaf Scholz wären nicht in Frage gekommen, weil sie für den Vorsitz kandidieren. Bliebe nur noch Natascha Kohnen, die in der SPD spätestens seit der verlorenen Landtagswahl in Bayern nicht gerade als aufstrebendes Talent gilt. Also muss Dreyer, die wegen ihrer MS-Erkrankung selbst nicht voll belastbar ist, das jetzt allein erledigen. Sie selbst fühlt sich dennoch gerüstet. Die SPD habe sich stabilisiert, sagt Dreyer. Und TSG betont, dass sie die Partei höchstens für acht Wochen allein führt. Denn spätestens Ende November steht die neue Führung fest.

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Erstellt:
11. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 06:00 Uhr

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