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Entstehung von Krebs

Wie der Zelltod gesteuert wird

Tübinger Forscher haben entscheidende Schritte bei der Einleitung des programmierten Zelltods aufgeklärt, so die Öffentlichkeitsabteilung der Tübinger Universität in einer Pressemitteilung. Damit sind die Forscher auch der Erklärung, wie aus einer normalen Zelle eine Krebszelle wird, wieder ein Stück näher gekommen.

20.08.2015

Tübingen. Wenn Zellen überaltert oder stark geschädigt sind, können sie über den programmierten Zelltod aktiv ihren eigenen Abbau einleiten. Dieser „Selbstmord“ wird auch Apoptose genannt. Ein entscheidender Wendepunkt in der Veränderung einer normalen Zelle zur Krebszelle ist ihre Desensibilisierung gegenüber der Apoptose. Daher versuchen Wissenschaftler die zugrunde liegenden Mechanismen besser verstehen. Unter der Leitung der Tübinger Biochemikerin Prof. Ana García-Sáez und Prof. Joachim Spatz vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme haben Forscherinnen und Forscher beider Arbeitsgruppen die Rolle von Proteinen untersucht, die die Apoptose einleiten. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Voraussetzung für die Apoptose ist, dass die äußeren Membrane der Mitochondrien (der Zellkraftwerke) für bestimmte Proteine durchlässig werden. Der Prozess der Porenbildung wird von weiteren Proteinen gesteuert. Die Forscherinnen und Forscher haben nun herausgefunden, wie sie die Proteine aktivieren können, die den Mechanismus der Porenbildung und den Transfer durch die Membran in Gang setzen. Ihre Zelltod-Forschung könnte die Krebstherapie entscheidend voranbringen.ST

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Erstellt:
20. August 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
20. August 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. August 2015, 12:00 Uhr

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