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Digitale Unterwelt: Cybercrime legt zu

Wie Kriminelle das Internet erobern

Das Internet erleichtert das Leben für Verbraucher, Firmen und Behörden. Doch es wird zunehmend von Kriminellen genutzt. Jeden kann es treffen.

01.10.2015
  • DPA

Den Haag Online-Kriminalität wird immer aggressiver und bedrohlicher, warnt die Polizeiorganisation Europol in ihrem gestern in Den Haag veröffentlichten Bericht zum organisierten Verbrechen. Unternehmen erlitten dadurch Schäden in Milliardenhöhe. Aber zunehmend treffe es auch Privatleute. Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist Cybercrime? Kriminelle nutzen das Internet, um in großem Stil Daten zu stehlen und zu missbrauchen. Viele herkömmliche Verbrechen finden nun auch über das Internet statt, wie Betrug, Diebstahl, Bedrohung, Missbrauch oder Erpressung. Das Internet hat auch längst seine eigene Unterwelt, das so genannte Darknet (wörtlich übersetzt: dunkles Netz). Verbrecher nutzen dieses sehr gut abgeschirmte Netz für Geldwäsche, Drogen- und Waffenhandel oder Kinderpornografie. Dafür hat sich die anonyme Digitalwährung Bitcoin als Zahlungsmittel durchgesetzt.

Was sind die größten Bedrohungen? Malware - Schadsoftware - ist die Hauptbedrohung für Privatleute und Unternehmen. Computer werden dabei von Schaden anrichtenden Programmen infiziert oder auch kontrolliert. Kriminelle stehlen damit etwa Daten von Konten oder Kreditkarten. Aber sie können auch ganze Computer blockieren. Dann werden die Besitzer erpresst.

Wie groß ist die Gefahr des sexuellen Missbrauchs mit Hilfe der Online-Welt? Täter nutzen das Darknet, um Videos oder Fotos zu verbreiten. Zunehmend findet Kindesmissbrauch auch im Live-Stream statt. Wegen der großen Reichweite nimmt die Nachfrage nach neuem Material schnell zu und daher auch die Gefahr weiteren Missbrauchs. Auch an sich unschuldige Fotos und Videos von Kindern oder Teenagern können missbraucht werden. Die Täter sind immer schwieriger aufzuspüren, da sie digitale Methoden zur Verschlüsselung und Anonymisierung nutzen.

Wie schädlich sind Hackerangriffe? Die Zahl der Angriffe auf Datenbanken von Unternehmen, Behörden oder Versicherungen hat zugenommen. Persönliche Daten sind ein kostbarer Rohstoff für Kriminelle. Sie missbrauchen sie für Betrug oder Erpressungen. Zum Beispiel können sie gefälschte Rechnungen an Kunden einer Versicherung schicken - täuschend echt.

Wer steckt hinter dem Cybercrime? Das Klischee eines einsamen Hackers ist falsch. Das aggressive und systematische Vorgehen weist auf organisierte Verbrecherbanden hin. Sie müssen keine besonderen technischen oder digitalen Fähigkeiten haben. Denn über das Internet werden illegale Hacker-Dienste und schädliche Software angeboten.

Was kann man dagegen tun? Die internationalen Ermittler arbeiten zunehmend mit Sicherheitsexperten der Internet-Unternehmen wie Google oder Microsoft sowie dem Finanzsektor zusammen. Behörden, Unternehmen und Computer-Industrie müssen aber mehr für den digitalen Schutz tun - Europol spricht von "Digitaler Hygiene".

Wie können sich Verbraucher schützen? Ein guter Virusscanner und eine Firewall für den PC sind Standard. Prinzipiell gilt: Vorsicht vor dem Öffnen eines Anhangs einer E-Mail oder dem Klicken auf einen Link. Niemals Kontodetails oder Passwörter weitergeben. Regelmäßig ein Backup machen.

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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