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Wichtig ist, was hinten rauskommt - Der OB mit neuem Auto

Wichtig ist, was hinten rauskommt - Der OB mit neuem Auto

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer bekam am Mittwoch sein Dienstfahrzeug - einen Toyota mit Hybridantrieb. Vor dem Rathaus nahm Palmer das geleaste Auto entgegen und machte auch gleich eine kleine Spritztour auf dem Marktplatz.

07.02.2007
  • Kathrin Dietter

"Hoffentlich krieg ich es an", flüsterte Boris Palmer Peter Wandt von Toyota Deutschland mit einem Grinsen zu. Schließlich sahen dem Oberbürgermeister einige Interessierte auf dem Marktplatz zu, als er zum ersten Mal den Schlüssel seines neuen Dienstfahrzeugs in das Zündschloss steckte. "Wenn ein Grüner Auto fährt, ist das eine Nachricht", so Palmer. Und die Leute vor dem Rathaus sahen dies anscheinend genauso.

Wichtiger als die Tatsache, dass Palmer Auto fährt, ist aber die Frage, weshalb er ausgerechnet einen silbernen Toyota mit Hybridantrieb fährt. Auf die Frage, ob es diesen Wagen nicht auch in der Farbe grün gegeben hätte, antwortete Palmer: "Doch, das sah aber blöd aus".

Weshalb aber fährt er als schwäbischer Oberbürgermeister kein schwäbisches Dienstfahrzeug, wie die meisten seiner Kollegen? Am wichtigsten sei ihm, dass das Auto wenig Sprit braucht und möglichst wenig CO2 ausstößt, sagt Palmer. Als einer, der den Kauf von regionalen Produkten befürwortet, ließ er sich trotzdem als erstes von Daimler Chrysler beraten. Ihm wurden verschiedene Autos vorgeführt. Dabei stellte er fest, dass etwa die E-Klasse noch stärker und noch schneller geworden ist, leider aber nicht sparsamer. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,9 Sekunden war für Palmer kein Lockmittel. Er sei schließlich nicht auf der Flucht. Und da er für ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen ist, kann man ihn auch nicht mit Höchtsgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h ködern. Wer auf Geschwindigkeitsrausch aus sei, könne ja mit dem ICE fahren.

Laut Palmer gibt es bei Daimler überhaupt keine Limousine, die sich an der freiwilligen Selbstverpflichtung der Autoindustrie zum CO2-Ausstoß orientiert. Palmer suchte weiter nach einem Benzinfahrzeug, das sich unterhalb dieser Grenzwerte bewegt. Das Rennen machte am Ende der Toyota Prius - ein Hybridauto. Das Besondere daran ist, dass beim Bremsen und im Schubbetrieb ein Teil der Bremsenergie in die Batterie zurückgeführt wird. Hauptsächlich im Stadtverkehr und beim bergab Fahren trägt dann die Rückgewinnung zur Verbrauchsminderung bei. Das bedeute auch eine Reduktion der CO2-Komission.

Der Innenraum des Wagens ist ähnlich groß, wie derjenige der E-Klasse, die Batterie des Wagens muss laut Peter Wandt von Toyota lebenslang nicht ausgetauscht werden, und der Prius sei das Auto mit den geringsten Garantiefällen bei Toyota. Auch mit der Ausstattung seines neuen Dienstfahrzeugs - Ledersitze und Dolby Surround - ist Palmer zufrieden. Trotzdem will er wann immer möglich seinem Fahrrad, dem Bus oder der Bahn den Vorzug geben.

Palmer hofft natürlich, dass es ihm viele nachtun und ebenfalls in Zukunft auf Autos mit Hybridantrieb zurückgreifen. Er will mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass man alte Gewohnheiten auch ändern kann. Mit einem Preis von 28.000 Euro ist der neue Dienstwagen fast um die Hälfte billiger als zum Beispiel die E-Klasse. Somit kommt Palmers Entscheidung nicht nur der Umwelt zugute, auch die Stadtkasse zieht ihren Vorteil daraus.

Wichtig ist, was hinten rauskommt - Der OB mit neuem Auto

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07.02.2007, 12:00 Uhr
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