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Filsenbergfest in Öschingen

Wetterglück und unüberschaubar viele Leut

Öschingen hat halt Glück. Nicht nur überhaupt, sondern auch mit dem Filsenberg und dem dazugehörigen Fest, zu dem der Albverein seit 1966 einlädt. Wandersleute allen Alters und Fahrradfahrer strömten aus allen Richtungen herbei, auch mit dem Auto waren viele unterwegs.

19.08.2019

Von jon

Thomas Keck, der Vorsitzende des Lichtenstein-Gaus, noch gar nicht lange neuer OB in Reutlingen, hatte aus Termingründen abgesagt. Aber sonst fanden sich unter den Eschen und dem Feldahorn bei der Schutzhütte viele Leute zusammen, im Naturschutzgebiet auf 800 Metern Höhe. „So um die 600“, schätzte vorsichtig Eugen Egerter, Vorstand der Öschinger Gruppe, die zum Glück über 30 alterfahrene Helferinnen und Helfer verfügt. So ein Fest will ja auch vorbereitet sein, schon am Samstagnachmittag waren die Tischgarnituren nach oben transportiert und aufgestellt, das Zeltdach befestigt und der Platz hergerichtet worden. Besseres Wetter hätten die Albvereinler nicht haben können, nachdem man am Vortag noch leicht bänglich die Vorhersage im Auge behielt. Am schattigen Rand saßen Eltern im Gras und fütterten die ganz Kleinen, die Größeren vergnügten sich bei der Kinderolympiade, mit den Disziplinen „Filsenberg-Dart“, Torwandschießen, Beballaballern eines Clowns oder „Micky Maus ins Ohr treffen“, wofür sie sich schöne Preise abholen durften, gestiftet von der örtlichen Geschäftswelt. Auch der Lagerfeuerromantik konnten sich die Besucher hingeben, samt Stockbrotbacken. Maultaschen wurden verzehrt, rote Würste (600 Stück gingen über den Grill), zusammen mit den Schneiderschen „Filsenbergweckle“. Dazu Kaffee und Kuchen, und vor allem gekühlte Radlerbiere und heißbegehrter Sprudel. Alles zu familienfreundlichen Preisen, versteht sich. Getränkt und gestärkt machten sich viele auf den weiteren Wanderweg, pilgerten zum Teufelsloch und bevölkerten den Meisenbühl. Beim vom Posaunenchor begleiteten morgendlichen Gottesdienst im Grünen war wiederum Paul Gerhardts geistliches Sommerlied vom freudesuchend ausgehenden Herzen gesungen worden: „Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide.“ Der Öschinger Albvereins-Pressewart Artur Knödler sagt dem TAGBLATT auf die Frage, was es Neues gebe, „nur, dass wir ein Jahr älter geworden sind.“ Tatsächlich, „Programm wie gehabt“, und das ist es auch, was die Gäste erwarten. „S’isch reacht, wenn’s no so bleibt!“, hörte man sagen. Keine Superattraktionen, kein Alleinunterhalter mit Akkordeon. Die Leute, die hierher kommen, „wellet en Ruh mitnander schwätze“, sagt Egerter. Daran hält sich der Verein: „D’Leit sollet a Freid han!“ Seit 1966 ist das Filsenbergfest übrigens fester Bestandteil in jedem Wandererplan der Region: Hier treffen sich bis heute (nicht nur) viele Albvereinsmitglieder aus der ganzen Region, seit es der sportbegeisterte Gaujugendwart Heinz Wolpert aus Kusterdingen, später auch, als Lokalhistoriker, Mitarbeiter des TAGBLATTs, ins Leben rief. / Bild: Klaus Franke

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Erstellt:
19. August 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
19. August 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 01:00 Uhr

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