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Handy

Wenn jungen Leuten Hörner wachsen

Smartphones prägen den Alltag. Die Haltung beim Blick auf das Display beeinflusst unser Skelett, glauben Forscher.

24.06.2019

Von BARBARA BARKHAUSEN

Röntgenaufnahmen zeigen die Wucherung. Foto: University of the Sunshine Coast

Sydney. Forscher der Universität der Sunshine Coast haben bei der Untersuchung von 218 Röntgenaufnahmen von Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren entdeckt, dass 41 Prozent einen zehn bis 30 Millimeter großen, hornartigen Fortsatz am Hinterkopf entwickelt hatten. Untersuchungen dazu veröffentlichten die Forscher David Shahar und Mark Sayers 2016 im „Journal of Anatomy“ und 2018 im Fachmagazin „Nature“. Die Forscher meinen, die Sitzhaltung, die viele aufgrund des ständigen Gebrauchs von Smartphones einnehmen, beeinflusse unser Skelett.

„Wenn man den Kopf nach vorne verlagert, wird das Gewicht des Kopfes von den Knochen der Wirbelsäule auf die Muskeln im Nacken und am Kopf übertragen“, erklärte Shahar. Dies wiederum verursacht ein Knochenwachstum. Das Ergebnis am Kopf ist ein hornartiger Fortsatz, der direkt über dem Hals aus dem Schädel herausragt.

Shahar sagte, dass die „hornartigen“ Knochenwucherungen früher nur bei älteren Patienten beobachtet wurden, welche sich dabei auf eine lange Belastung des Skeletts zurückführen lassen.

Andere Experten nannten Zweifel an der Untersuchung, etwa ob die Probanden wirklich repräsentativ seien, weil die Studienteilnehmer schon wegen Nackenproblemen eine Klinik besucht hätten.

Barbara Barkhausen

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Erstellt:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 06:00 Uhr

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