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Wenn der Akku zum Problem wird für die Feuerwehr
Tauchbad für einen brennenden E-Smart. Bild: Feuerwehr
Mit ENGELSZUNGEN über die Folgen der E-Mobilität

Wenn der Akku zum Problem wird für die Feuerwehr

Die Elektro-Mobilität wird als die umweltfreundliche Zukunft des Verkehrs gepriesen – doch ein gravierendes Problem wird dabei bislang nur wenig thematisiert: Wenn der Akku brennt, dann ist das Fahrzeug nur ganz schwer zu löschen.

28.11.2017
  • Thomas de Marco

Der Einsatz der Reutlinger Feuerwehr am Freitag hat das eindrücklich bestätigt: Dreieinhalb Stunden hat es gedauert, bis ein Smart mit brennendem Akku gelöscht war – und zwar durch ein Vollbad in einem Behälter (wir berichteten). „Brennende Akkus sind schwer bis gar nicht zu löschen“, sagt deshalb der stellvertretende Kommandant der Reutlinger Feuerwehr Adrian Röhrle.

Lithium-Ionen-Akkus hätten ihren Sauerstoff quasi selber dabei, erklärt Röhrle, „die Akkus brennen einfach weiter.“ Nur eine langfristige Kühlung könne den Brand stoppen. Kollegen von anderen Wehren in Deutschland hätten deshalb schon brennende Fahrzeuge in Flüsse und Seen getaucht. „Werden die aber zu früh herausgeholt, dann brennen die einfach weiter“, sagt der stellvertretende Reutlinger Kommandant. Seine Wehr hatte am Freitag noch das Glück, dass der kleine Smart in einen Behälter, der für Gefahrgut angeschafft worden war, getaucht werden konnte.

Dabei wurden dem Wasser Kalk, der die entstehende Fluss-Säure bindet, sowie Salz beigemischt. „Das Salz lässt den Akku schneller korrodieren und ausbrennen“, sagt Röhrle. Ob das auf Dauer die richtige Lösung ist, das sei fraglich. Immerhin haben sich die Reutlinger bei kompetenten Kollegen vor Ort informiert: Die Werksfeuerwehr der Firma Bosch, die bekanntlich Batterien entwickelt und die entsprechende Technologie erforscht, war erster Ansprechpartner beim Brand des Elektro-Smarts.

Dieser Einsatz war der dritte wegen eines brennenden Akkus innerhalb von zwei Jahren, erklärt der stellvertretende Reutlinger Kommandant: Zunächst hatte die Wehr zum Brand eines großen Akkus in einer Pfullinger Produktionsfirma ausrücken müssen, dann hatte der Akku eines E-Bikes Feuer gefangen – und nun der Smart. „Beim E-Bike kann man den Antrieb herausnehmen. Das große Problem bei einem Auto ist aber, dass der Akku nicht isoliert oder entfernt werden kann. Deshalb wird das gesamte Fahrzeug zerstört“, betont Röhrle. Auch die Kontaktaufnahme zu Mercedes hat am vergangenen Freitag nur wenig geholfen, denn der Elektro-Smart sei im Eigenbau umgerüstet worden.

Noch verweisen Verkehrsexperten darauf, dass wesentlich mehr mit Benzin betriebene Autos in Flammen aufgehen als E-Fahrzeuge. Aber wenn immer mehr elektrisch betriebene Gefährte auf der Straße sein werden, dann würden auch die Fälle brennender Akkus ganz sicher zunehmen, vermutet Röhrle. Und damit dürften er und seine Einsatzkräfte wesentlich häufiger vor diesen brennenden Problemen stehen.

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28.11.2017, 01:00 Uhr
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