Stuttgart

Weniger Insolvenzanträge im Südwesten trotz Pandemie

Trotz der für viele Privatpersonen und Betriebe existenzbedrohenden Corona-Pandemie hat es im vergangenen Jahr weniger Insolvenzanträge im Südwesten gegeben.

05.03.2021

Von dpa/lsw

Ein Mann geht an einem Ladengeschäft in der Innenstadt von München vorbei, auf dessen Fenster „Wir schliessen diese Filiale! Räumungsverkauf“ steht. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

Stuttgart. Die Zahl der beantragten Firmen-Insolvenzverfahren sank im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 1724, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Noch deutlicher fiel die Zahl der Insolvenzverfahren für Privatpersonen - nämlich um 27 Prozent auf 6086.

Hintergrund dürften mehrere Maßnahmen sein, die die Politik zur Abmilderung der Pandemiefolgen auf den Weg gebracht hatte. So wurde die Insolvenzpflicht im Rahmen der Corona-Krise ausgesetzt, obendrein flossen teils üppige Hilfskredite und Zuschüsse.

Zum starken Rückgang der Privatinsolvenzen dürfte laut Landesamt ein Gesetz zur Verkürzung der Restschuldbefreiung beigetragen haben. Wenn ein Verbraucher eine Insolvenz anmeldet, winkt neuerdings im Regelfall ein beschleunigter Neuanfang: Betroffene werden dann schon nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren Restschulden befreit. Man könne vermuten, dass überschuldete Personen wegen des erst im Dezember rückwirkend zum 1. Oktober beschlossenen Gesetzes ihre Insolvenzanträge zunächst zurückgestellt haben, hieß es.

Zum Artikel

Erstellt:
5. März 2021, 13:01 Uhr
Aktualisiert:
5. März 2021, 13:01 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. März 2021, 13:01 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App