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Kirchentellinsfurt

Wenig klar über die Zukunft des Sees

Die Zukunft des Kirchentellinsfurter Baggersees und die Renaturierung des Neckars: Der SWR lud Experten rund ums Wasser zum Gespräch.

16.08.2019

Von Marco Keitel

Die Zukunft des KIrchentellinsfurter Baggersees ist offen. Solange von der geplanten Wakeboard-Anlage im oberen Teil des Sees ist noch nichts zu sehen ist, bleibt der Badesee auch für Segler attraktiv. Luftbild: Manfred Grohe

Der Historiker und stellvertretende Kirchentellinsfurter Bürgermeister Andreas Heusel war der erste Gesprächspartner des Nachmittags. „Wir hätten den See gerne in einem anderen Zustand, aber wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagte er zu Bärbel Schlegel, Redakteurin beim Radiosender SWR4. Kurz vor Beginn des Interviews ließ sich am bis dahin kalt-bewölkten Mittwoch pünktlich die Sonne blicken. Rund 20 Gäste saßen um 16 Uhr bei Bier oder Limonade vor dem Lokal Fischerkischd, unweit des Baggersees, über den gesprochen wurde.

Die Moderatorin unterhielt sich für ihre Sommertour mit dem Motto „Alles Wasser, alles klar?“ außerdem mit Thomas Frisch, Vorstand der Fischerkameradschaft Kirchentellinsfurt und Sebastian Krieg vom Tübinger Regierungspräsidium. Neben der Zukunft des Kirchentellinsfurter Baggersees waren Fischerei und die Renaturierung des Neckars Themen.

Weiter Zugang für Badegäste

Das aktuelle Problem mit dem See ist laut Heusel, dass sich mehrere Parteien um dessen Zukunft streiten. Für diese Zukunft gebe es verschiedene Optionen: Das Gewässer könne zum reinen Natursee zurückgeführt oder als Badesee weiter ausgebaut werden, so der stellvertretende Bürgermeister. Außerdem stehe immer noch die Möglichkeit des Baus einer Wakeboard-Anlage für Wassersportler im Raum.

Für Badegäste soll der See auf jeden Fall weiterhin zugänglich bleiben: „Wir werden nicht verhindern, dass da jemand badet, das wollen wir gar nicht“, so Heusel. Nur Sicherheit und Wasserqualität müssen gewährleistet sein, bevor sich die Gemeinde weiter mit der Zukunft des Sees und dessen Besitzer, der Firma Epple, auseinandersetzt.

In den Gesprächen mit Frisch und Krieg ging es weniger um den Badesee und mehr um den Neckar. Schlegel fragte Krieg, ob die Renaturierung des örtlichen Seitenarms nicht nur ein Schönheitspflästlerle sei. Das Vorhaben bringt laut Krieg einen Teil des Flusses wieder näher an seinen Naturzustand, ganz könne man diesen aber nicht wieder herstellen: „Dafür müsste man Städte wie Tübingen und Rottenburg komplett abreißen“, so der Mann vom Regierungspräsidium. Krieg lobte die Kirchentellinsfurter Gemeinde und den Bürgermeister, die die Renaturierung von Anfang an begrüßt haben.

Frisch erzählte im Gespräch mit Schlegel von den Aufgaben der Fischerkameradschaft. Diese kümmere sich um den Besatz des Neckars mit Karpfen, Hechten und Zandern. Wegen der vielen Fischer und Angler könne sich das Tierleben im Fluss nicht von alleine erhalten, sagte der Vorsitzende des Vereins. Außerdem kümmert die Kameradschaft sich mit der Vergabe von Bach- und Gewässerpatenschaften um den Neckar: „Wir versuchen den Lebensraum Neckar zu erhalten“, so Frisch.

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Erstellt:
16. August 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
16. August 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 01:00 Uhr

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