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Wenig ambitioniert

Kommentar zu den neuen Bafög-Zahlen

Ist der Niedergang des Bafög noch aufzuhalten? Seit 2013 sinkt die Zahl der geförderten Schüler und Studenten.

03.08.2019

Von Mathias Puddig

Berlin. Und auch wenn die Bundesregierung eine Kehrtwende verspricht, ist nicht zu sehen, wie ihr die gelingen soll. Das Bafög ist eines der wichtigsten Gesetze, um Chancengerechtigkeit herzustellen. Doch vor allem bei Studierenden, deren Eltern nicht auch schon eine Hochschule besucht haben, sinkt Förderquote deutlich. Das Bafög ist immer weniger in der Lage, seinen Zweck zu erfüllen. Es wird seit Jahren vernachlässigt, und daran ändert auch die jüngste Reform nur wenig.

Denn die Neuerungen bestehen im Wesentlichen darin, Bedarfssätze und Grenzwerte ein wenig anzuheben. An der Struktur der Ausbildungsförderung ändert sich so gut wie nichts. Weder werden die dramatischen Probleme auf dem Wohnungsmarkt berücksichtigt noch die Förderhöchstdauer verlängert. Wie wenig ambitioniert die Bafög-Reform ist, zeigt schon eine einzige Zahl: Bis 2021 erwartet die Regierung dank der Reform 100.000 mehr Geförderte. So viele sind aber allein in den letzten zwei Jahren aus dem System gefallen. Nötig ist eine große Bafög-Reform.

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Erstellt:
3. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. August 2019, 06:00 Uhr

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