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"Weltoffen und bürgernah"
Lothar Späth in Rio de Janeiro. Er reiste gern und viel. Die Finanzierung der Visiten wurden zu seinem politischen Stolperstein. Foto: W. Rösch
Politik und Kirchen würdigen Lothar Späth

"Weltoffen und bürgernah"

Die Trauer über den Tod des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth ist parteiübergreifend. Die Kirchen betonen das ehrenamtliche und soziale Engagement des CDU-Politikers auch nach seiner Amtszeit.

19.03.2016
  • WIE/DPA

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nannte Lothar Späth gestern eine "herausragende und prägende Persönlichkeit. Er war Visionär im besten Sinne, weltoffen, mit Weitblick, mutig und bürgernah." Mit großer Sachkompetenz habe er das Land vorangebracht. Nicht nur Baden-Württemberg verdanke Späth sehr viel, "sondern auch wir Grünen."

Kretschmann, der 1980 zu den ersten Grünen gehört hatte, die in den Landtag eingezogen waren, erinnerte daran, dass Späth nicht nur den von den Grünen überreichten Kaktus "außerordentlich sportlich angenommen" habe. "Als politischer Gegner war er jemand, der den realpolitischen Kurs der Grünen mit geprägt hat." Er habe ihnen beigebracht, dass vieles Wünschbare in Wirklichkeit nicht funktioniere.

Kretschmanns letzte Begegnung mit Lothar Späth war Mitte August 2013. Der Regierungschef hatte ihn zusammen mit den Alt-Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Günther Oettinger eingeladen: "Es war ein wunderbarer Abend", erinnerte sich Kretschmann gestern und Späth habe gesagt: "So, jetzt duzen wir uns alle."

Für Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) war Späth derjenige Politiker, "der die Weichen gestellt hat für das Innovationsland Nummer eins." Späth sei "ein wahres Energiebündel" gewesen. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich nannte Späth "vielleicht den bedeutendsten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs." Der Querdenker sei "ein großes Glück" für das Land gewesen.

Für den CDU-Landesverband erklärten der Parteivorsitzende Thomas Strobl und Fraktionschef Guido Wolf: "Die CDU verliert mit Lothar Späth einen ihrer profiliertesten Politiker, einen verehrten Freund und Ratgeber mit Weitblick." Späth habe sich in hohem Maße um das Land verdient gemacht.

Vertreter der Kirchen würdigten Lothar Späth. Er habe "hellwach die politischen Herausforderungen seiner Zeit gesehen und sich ihrer angenommen", schreibt der württembergische Landesbischof Frank Otfried July. Späth habe sich viele Jahre für die Diakonie eingesetzt. Der badische evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh erinnerte an die Gründung des "Lothar Späth-Preises": 2006 habe Späth einen Förderpreis für Künstler mit geistiger Behinderung gestiftet.

Der Bischof der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, nannte Späth für die Kirchen einen "Partner im besten Sinn des Wortes". Späth habe "aus tiefer Überzeugung und mit hohem Engagement eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit den Kirchen im Land zum Wohl der Bürger gepflegt". Er habe gezeigt, wie Kooperation zwischen Staat und Kirche sich auswirken kann.

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19.03.2016, 08:30 Uhr
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