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Weiteres Leid vermeiden

Kommentar zum Stuttgarter Raser-Urteil

Zwei junge Menschen sind tot – von einem Jaguar-Fahrer im Geschwindigkeitsrausch aus dem Leben gerissen. Doch die Richter sind zu dem Schluss gekommen, dass der Raser kein Mörder ist.

16.11.2019

Von Tanja Wolter

Die Eltern und Freunde der Opfer werden dies kaum nachvollziehen können. Dafür ist ihr Leid viel zu groß. Und dennoch ist es ein Urteil mit Bedacht. Denn zum Mord gehört ein bedingter Tötungsvorsatz.

Das Gericht hatte unabhängig von Stimmungen den Einzelfall zu bewerten, so wie es der Rechtsstaat vorsieht. Das schreckliche Ergebnis: Da raste ein unreifer, rücksichtsloser kleiner Angeber ohne Hirn und Verstand drauflos, im blinden Glauben, er habe alles im Griff. Er entpuppte sich aber eben nicht als kaltblütiger Draufgänger, dem das Leben anderer Menschen egal ist.

Für die Hinterbliebenen macht dies keinen Unterschied. Niemand kann ihren Verlust vergessen machen. Aber künftiges Leid ließe sich vermeiden, wenn man Raser schnell aus dem Verkehr zieht – bevor es kracht. Hier versagt der Staat. Moderne Radartechnik, automatisierte Kontrollen, harte Strafen: In der Schweiz oder in Österreich ist dies normal. Wieso nicht hier?

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Erstellt:
16. November 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. November 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. November 2019, 06:00 Uhr

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