Corona

Weitere Hilfen für den Mittelstand

Bund will mit Überbrückungsgeld in Milliardenhöhe Jobs sichern. Pro Betrieb gibt es bis zu 150 000 Euro.

09.07.2020

Von dpa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Foto: Kay Nietfeld/dpa

Berlin. In der Corona-Krise ist ein weiteres Programm des Bundes mit Milliardenhilfen für angeschlagene kleine und mittelständische Unternehmen gestartet. In einem ersten Schritt können sich seit Mittwoch auf einer Online-Plattform Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer registrieren, die für diese Firmen die Anträge einreichen müssen. Danach sollen die Anträge online gestellt werden können. Die Auszahlungen sollen noch im Juli erfolgen.

Bei den Überbrückungshilfen geht es um ein Volumen von 25 Milliarden Euro. Die Zahlungen sind je nach Umsatzausfall gestaffelt. Erstattet werden fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von 150 000 Euro – also etwa Kosten wie Mieten und Pachten. Die Überbrückungshilfe soll für die Monate Juni bis August gewährt werden. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, das Programm solle Mittelständlern helfen, die Krise zu überstehen. Es ist ein zentraler Bestandteil des Konjunkturpakets der schwarz-roten Koalition. Ab der zweiten Augusthälfte werde es darum gehen, ob die Hilfen verlängert würden.

Land stockt auf

Die EU-Wettbewerbshüter haben derweil den von der Bundesregierung eingerichteten Rettungsschirm für Unternehmen genehmigt. Der mit einem Budget von 600 Milliarden Euro ausgestattete Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) stehe im Einklang mit den EU-Regeln, die in der Corona-Krise gelockert worden sind. Ziel des Fonds ist, Firmen mit Kapital zu versorgen, die in der Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind.

Das Land wird die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes ausweiten – mit einem fiktiven Unternehmerlohn. „Damit schließen wir eine wichtige Förderlücke mit Blick auf Soloselbstständige und kleine Unternehmen, die besonders mit der Krise zu kämpfen haben“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Diese erhalten auf Antrag bis zu 1180 Euro pro Monat vom Land, sagte die Minsterin.

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Erstellt:
9. Juli 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Juli 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2020, 06:00 Uhr

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