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Kommentar

Weckruf für die Mitte

05.02.2018

Von BETTINA GABBE

Rom. Für Versuche, die Schüsse eines Rechtsextremen auf Flüchtlinge in Mittelitalien als Tat eines kranken Einzeltäters zu erklären, ist es zu spät. Im italienischen Wahlkampf wird der politische Gegner als Feind verunglimpft und Angst vor allem, was fremd ist, geschürt. So erntete der Täter von Macerata nicht nur Verurteilungen sondern auch zahlreiche Solidaritätsbekundungen.

Lega-Nord-Chef Matteo Salvini rechtfertigte die Tat gar mit Hinweisen auf eine angebliche Invasion von Migranten, für die die Regierung verantwortlich sei.

Angst vor einer angesichts der Globalisierungsfolgen mehr als ungewissen Zukunft und ein seit jeher latentes Misstrauen gegenüber Flüchtlingen und Einwanderern bilden einen explosiven Mix, der den italienischen Rechtsparteien wachsende Sympathien beschert. Für die gemäßigten Parteien ist die Attacke von Macerata ein Weckruf. Anstatt um Grabenkämpfe sollten sie sich um Probleme wie die Integration von Flüchtlingen, Arbeitslosigkeit und verwahrloste Vorstädte kümmern. Dafür wäre trotz gegenseitiger Verteufelung eine große Koalition der linken und der rechten Mitte nötig.

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Erstellt:
5. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2018, 06:00 Uhr

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