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Kommentar · Gaspreis

Wechseln statt neidisch sein

29.12.2015
  • HELMUT SCHNEIDER

Wer mit Heizöl heizt, ist zur Zeit gut dran. Er zahlt nur etwa halb so viel wie vor zwei Jahren. Wer in vier Wänden sitzt, die mit Gas gewärmt werden - das ist in Deutschland knapp jeder Zweite - kann da nur neidisch werden. Seine Heizkostenrechnung wird dieses Jahr deutlich höher ausfallen als die des ölverfeuernden Nachbarn. Den kosten 20 000 Kilowattstunden derzeit rund 900 Euro im Jahr, den Gaskunden aber über 1200 Euro. Eine Menge Holz ist das.

Doch bevor der Gasheizer grün vor Neid wird: Vor zwei Jahren war er es noch, der deutlich billiger wegkam als der Nachbar mit dem Öltank im Keller. Erst seit vergangenem Jahr haben sich die Verhältnisse gedreht: Gas ist jetzt teurer als Öl. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Preis für Heizöl praktisch täglich mit dem an der Börse gehandelten Ölpreis schwankt. Die Gaspreise sind zwar seit fünf Jahren nicht mehr an den Ölpreis gekoppelt, werden aber in langfristigeren Verträgen vereinbart.

Dem Kunden steht dennoch das wirksamste Mittel zur Verfügung, um sich gegen höhere Preise zu wehren: Er muss nur zur Konkurrenz wechseln. In jeder Region Deutschlands stehen ihm mehr als 60 Anbieter zur Verfügung. Der Wechsel ist kein großer bürokratischer Akt. Wem das zu viel ist, der zahlt zu Recht zu viel.

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29.12.2015, 08:30 Uhr
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