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Glosse

Senioren-Traum

Jetzt wäre unsereine dann so langsam in dem Alter, in dem man seine Umwelt mit Fug und Recht mit Umständlichkeit nerven darf. Insbesondere an der Ladenkasse.

07.07.2018

Von GERLINDE BUCK

Gerlinde Buck

Ulm. Was hatten wir uns nicht darauf gefreut: in den Tiefen unseres Hackenporsches erst mal das Portemonnaie suchen, dann die Brille, dann den verkrumpelten Leergut-Bon über 25 Cent, den wir eigentlich schon beim vorletzten Einkauf hatten einlösen wollen. Dann sagen: „ Was hen Se gsagt, junger Mann? 13 Mark 87? Warded Se, i han’s ganz genau. „

Dann im Geldbeutel kramen.

Kramen.

Kramen.

Dann den Geldbeutel auf dem Warenband ausleeren, komplett, inklusive graugelbem Führerschein und zwei Herztropfenrezepten (Ach, do sen dia! Dia suach i seid achd Dag! ). Zwischendurch den Kassierer trösten, weil der von ihm mehrfach ausgerufene Kollege an Kassenschlangenkopf Nummer zwei einfach nicht hergeht. „ Buale, reg di ned auf, sonschd brauchsch no vor dr Zeid Herzdropfa. Willsch ois von meine Rezepd?“

So ungefähr hatten wir uns das vorgestellt. Aber den Senioren-Traum können wir vergessen. Wenn heute jemand an der Ladenkasse das Gefühl auslöst, dass man es nemme verläbt, dann ist das definitiv keine im Oma-Alter. Sondern die 15-Jährige, die ihr Mittagspausensalätle mit Karte bezahlt. Bis der Zahlungsvorgang erledigt ist, ist nicht nur der Salat verwelkt.

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Erstellt:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2018, 06:00 Uhr

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