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Mal zehentastend, mal arschbombenhaft

Das Rottenburger Neckarschwimmen war dieses Jahr eine Gaudi bei idealen Bedingungen

Als Stadtrat Elmar Zebisch vor zwölf Jahren erstmals zum Neckarschwimmen rief, entsprach der Zulauf etwa dem Ergebnis seiner Freien Bürger bei den Rottenburger Kommunalwahlen: „Elf Unerschrockene stürzten sich zum demonstrativen Bad in den Neckar“ lautete damals die Unterzeile unseres Artikels.

03.07.2018

Von gef

Das Rottenburger Neckarschwimmen war dieses Jahr bei idealen Bedingungen eine Gaudi. Bild: Fleischer

Fast könnte man sagen, es war ein Schlag ins Wasser, an dem sich aber 80 Zuschauer ergötzten. Zebisch wollte mit Aktion beweisen, dass der Neckar bad- und schwimmbar ist. Genau genommen sprang er schon 1990 zum ersten Mal in den Fluss; damals dachte das Landratsamt noch, das sei gesundheitsgefährdend. Mehrfach wiederholte Zebisch, zäh wie er ist, seine Aktion. 2015 schrieben wir doch tatsächlich von 50 Leuten, die sich in die Brühe wagten.

Am vergangenen Freitagabend waren es mindestens so viele Wasserfreunde – mehr als Zuschauer da waren. Das wiederum war unverdient. Denn langsam artet das Rottenburger Neckarschwimmen zum Volksfest aus. Junge Frauen hatten sich die Wangen geschminkt, wie es seit dem 2006er „Sommermärchen“ Mode ist. Eine hatte ihre gesamte untere Körperhälfte zur Nixe gemacht. Andere trugen den Winterbadeanzug aus schwarzem Neopren.

Das Rottenburger Neckarschwimmen war dieses Jahr bei idealen Bedingungen eine Gaudi. Bild: Fleischer

Bei 27 Grad Lufttemperatur begaben sich die Menschen mal kopfvor, mal zehentastend, mal arschbombenhaft in die zahmen Fluten, auf denen Massen von welken Lindenblüten trieben und in denen grätige Döbel ihr Revier bedroht wähnten. Zebisch ließ dieses Mal seinen Körper verhüllt und coachte vom gelben Kajak aus mit einem Verkehrspylon als Megafon. Während die Schwimmer Richtung Obere Bruck durchs Wasser pflügten, brutzelten erstmals bei diesem Event Rote Würste vorm Haus am Nepomuk. Dessen Eigentümer Ernst Heimes wiederum stellte fest, dass Maria Neuscheler aus Reutlingen die schnellste Schwimmerin, Marco Buchberger aus Rottenburg der schnellste Schwimmer und Pauliina Karivuori-Huber die erste Finnin war, die am Neckarschwimmen teilnahmen. Heimes belohnte sie mit einer Pulle Sekt.

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Erstellt:
3. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2018, 01:00 Uhr

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