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Berauschende Gewässer

Zappelige Aale auf Koks, chaotische Spinnen unter Speed

Soll keiner sagen, die Menschen würden sich nicht um die Fische kümmern. Sogar an unseren Hinterlassenschaften aus Plastik lassen wir sie ja in den Weltmeeren knabbern.

02.07.2018

Von Stefan Kegel

Süßwasseraal. Foto: © Dullatum Hanrud/Shutterstock.com

Berlin. Mehr noch: Wir verschaffen ihnen sogar rauschhafte Erlebnisse. Wie eine italienische Studie zeigt, landen in den Gewässern rund um Großstädte wegen mangelhafter Klärwerke auch jede Menge Rückstände von Drogen, vor allem Kokain. Die Forscher testeten Aale darauf.

Die Auswirkungen unterscheiden sich kaum von denen auf Menschen, denen man Benzoylecgoninmethylester, also Kokain, verabreicht hat. Aale werden zappelig und verhaltensauffällig, ihre Widerstandsfähigkeit sinkt. US-Untersuchungen an Spinnen hatten zuvor bereits gezeigt, dass diese ihre Netze unter dem Einfluss diverser Substanzen unterschiedlich bauen. Standen sie unter Speed, waren sie beim Bauen kaum zu bremsen, woben ihr Netz aber völlig chaotisch. Verabreichte man ihnen Marihuana, gingen sie entspannt zu Werke und hörten nach der Hälfte auf.

Ob die ohnehin stark dezimierten Aale derart berauscht überhaupt ihren Weg von Europas Flüssen in die amerikanische Sargassosee zu ihren Laichgebieten finden? Mal sehen. Vielleicht gehen sie die Reise aber nun viel gelassener an. Die Haie treiben sich ja derzeit vor Mallorca herum.

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Erstellt:
2. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2018, 06:00 Uhr

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