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Wasser für die Elefanten

Wasser für die Elefanten

In einem Zirkus der dreißiger Jahre braut sich mit Reese Witherspoon und Robert Pattinson ein amouröses Gewitter zusammen.

Jetzt im Kino: In die Zirkuswelt der dreißiger Jahre - "Wasser für die Elefanten"

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Jetzt im Kino: In die Zirkuswelt der dreißiger Jahre - "Wasser für die Elefanten" --

02:07 min

Water For Elephants
USA

Regie: Francis Lawrence
Mit: Robert Pattinson, Reese Witherspoon, Christoph Waltz, Hal Holbrook, James Frain

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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25.04.2011
  • Dorothee Hermann

Die Bestsellerverfilmung „Wasser für die Elefanten“ beginnt mit einer abrupten Deklassierung. Der angehende Tierarzt Jacob Jankowski („Twilight“-Star Robert Pattinson) muss sein Studium während des Schlussexamens abbrechen. Mittellos wie ein Tramp springt er als blinder Passagier auf einen Zug – um alsbald seine wahre Berufung zu entdecken: den Zirkus. Die Attraktivität der blonden Kunstreiterin Marlena (Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon) hilft dabei.

Es ist die erste von vielen gleichermaßen kitschigen Volten, mit der der Film jede mögliche Aktualität verfehlt. In den USA der Großen Depression ist die Kunst der Manege eine kannibalistische Branche. Geht ein Zirkus ein, haben die verbleibenden die Chance, vielleicht noch das Lebensnotwendige zu verdienen.

Doch Regisseur Francis Lawrence inszeniert diese beklemmende Situation wie einen altmodischen Bilderreigen aus dem Hollywood von einst. Das wirkt auch dann nicht echt, wenn alles als hypernostalgische Erinnerung eines alten Mannes präsentiert wird.
Ein bemüht-verquältes Melodram wird daraus, weil Marlena bereits mit dem sadistischen Zirkusdirektor August Rosenbluth (Christoph Waltz) verheiratet ist. Um ihretwillen und bald auch für den spektakulären Neuzugang, die Elefantendame Rosie, nimmt es Jacob mit den demütigendsten Bedingungen auf.

Christoph Waltz ist auch als amerikanischer Zirkusdirektor wieder ein Nazi. Als Sadist mit manipulatorischen Zügen ist er scheinbar der Illusion (also dem Kino?) verpflichtet wie ein Propagandaminister, in Wirklichkeit aber nur an der eigenen Finanzlage interessiert. Es ist, als spielte der österreichische Oscar-Winner immer noch den SS-Bösewicht aus „Inglourious Basterds“.

Trotz des behaupteten Schauplatzes Zirkus gehen dem Film Hollywood-Glamour und Manegen-Schauwerte völlig ab – als hätte sich der Regisseur im Kostüm-Fundus umgesehen, die Versatzstücke aber nicht richtig abgestaubt. Ex-Vampir Pattinson als geknechtete Unschuld gibt jedenfalls ein wesentlich schwächeres Bild ab als seine „Twilight“-Angebetete Bella Swan (Kristen Stewart), die derzeit in „Willkommen bei den Rileys“ überzeugte.

Tierlieb oder sadistisch? So einfach kann man es sich mit gut und böse machen.

Spielplan

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25.04.2011, 12:00 Uhr | geändert: 15.06.2011, 12:00 Uhr
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