Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Heilige Sch...

Was vom Diebe übrigblieb

Was in Verbrechern vorgeht, lässt sich ja in vielen Fällen nicht genau sagen. Gerade wenn es um abseitigere Kriminalitätsbereiche geht, verlässt den Normalbürger doch rasch das Einfühlungsvermögen.

14.06.2018

Von ROLAND MÜLLER

So könnte ein Einbrecher bei der Arbeit aussehen. Das Kern-Thema der Glosse wollten wir echt nicht bebildern. Das kann niemand wollen. Wir bitten um Verständnis. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nicht umsonst werden oft Psychiater als Gutachter in Gerichten bemüht, um mühsam zu ergründen, welche Schaltkreise im Täter-Kopf nicht so richtig funktionieren.

Dass selbst ein simpler Einbruch zum Anlass tiefenpsychologischer Spurensuche werden kann, zeigt nun ein Vorfall in Gundelsheim (Kreis Heilbronn). Dort ist laut Polizei ein Dieb in eine Garage eingedrungen. Er klaute ein Autoradio samt Verstärker – ließ aber auch etwas zurück. Nämlich, wie soll man es ausdrücken: einen Kothaufen.

Die Polizei rätselt. Es komme zwar durchaus öfter vor, dass Einbrecher einen persönlichen Fäkal-Gruß am Tatort hinterlassen. Die Motivation aber bleibt im Dunkeln. Psychoanalytiker Sigmund Freud würde vermutlich über die „anale Phase“ sinnieren. Doch solche Spekulationen werden wir uns, nun ja, verkneifen.

Was Betroffenen stinkt, muss für Spurensicherung und Ermittler kein sprichwörtlicher Griff ins Klo sein, im Gegenteil. Beispielgebend ist ein Fall, der sich 2015 in München zutrug. Auch dort hatte ein Mitglied einer fünfköpfigen Tresorknackerbande am Tatort nicht an sich halten können. Polizisten nahmen von der Hinterlassenschaft eine DNA-Probe – und landeten damit einen Treffer in der Fahndungsdatei. Wenig später schlossen sich eiserne Schellen um die (hoffentlich gewaschenen) Hände.

Zum Artikel

Erstellt:
14. Juni 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Juni 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+