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Hochsaison für Wechsler

Was Verbraucher beim Abschluss einer Kfz-Versicherung beachten sollten

Die Kündigungssaison für die Autoversicherung läuft: Wer 2016 zu einem neuen Anbieter wechseln will, muss bis Ende November bei seinem jetzigen Versicherer kündigen. Details sollten beachtet werden.

20.10.2015
  • MIRIAM KAMMERER

Stuttgart Jeder der ein Auto hat, hat auch eine Kfz-Versicherung. Die ist nämlich Pflicht. So weit ist alles klar. Was in der Police drin steht, darüber wissen die meisten Verbraucher nach einer neuen Studie des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen (Köln) nicht Bescheid. Welche Schäden Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkasko-Policen abdecken, sei den Kunden meist unklar. Einig ist sich der Großteil der Kunden im Wunsch nach möglichst billigen Tarifen.

Mit eben diesen werben derzeit gerade viele Kfz-Versicherer. Günstige Tarife, besondere Rabattaktionen und allerlei Boni werden den Kunden versprochen. Die Hochsaison für das Wechseln der Kfz-Versicherung hat gerade begonnen. Bis Ende November haben Verbraucher Zeit, ihre bestehende Versicherung zu kündigen. Online-Vergleichsportale verschaffen einen Überblick über die verschiedenen Angebote.

Peter Grieble, Referent für Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät dazu, nicht wegen einer minimalen Ersparnis überhastet den Anbieter zu wechseln. Auf die Bedingungen und nicht auf den Preis komme es in erster Linie an. "Die Bedingungen müssen ideal sein."

Doch da lauern Fallstricke: Gut für den Verbraucher ist es, wenn der Versicherer auf die Einreder vomgrober Fahrlässigkeit verzichtet, sagt Grieble. Das heißt, er beruft sich im Schadensfall nicht auf grobe Fahrlässigkeit. Hat man diese Klausel nicht, kannzum Beispiel das Überfahren einer roten Ampel als grobe Fahrlässigkeit gewertet und enstpechend teuer werden.

Bei der Haftpflichtversicherung sollten Versicherte auf die Deckungssumme achten. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät zu einer Summer zwischen 50 und 100 Mio. EUR, der Bund der Versicherten empfiehlt 100 Mio. EUR.

Grieble gibt zu Bedenken, dass vor einem Wechsel eine Beratung sinnvoll ist. Denn nur in einer Beratung könnten Feinheiten geklärt werden. Bei Portalen könne man häufig nur "Ja" oder "Nein" klicken und dabei werde oft nicht die ganze Dimension klar. Ein Beispiel ist die Marder-Biss-Klausel. Wer einfach "Ja" klicke, wisse noch nicht, ob damit nur die Reparatur des angebissenen Schlauches abgedeckt sei oder auch die Folgeschäden eines Bisses. Bei den Folgeschäden wiederum gilt es zu beachten, bis zu welcher Höhe sie übernommen werden.

Für alle, die sich ein neues Auto gekauft haben, ist die Neuwertentschädigungsklausel wichtig, sagt Grieble. Diese ist je nach Versicherer für ein bis zwei Jahre gültig. Wird das Auto im versicherten Zeitraum beschädigt, erstattet die Versicherung den Neuwert.

Interessant für alle Wechselwilligen: Wer durch einen Rabattschutz trotz eines Unfalls bei seiner Versicherung noch gleich eingestuft bleibt, kann diese Einstufung bei einem Wechsel verlieren. Der neue Versicherer wird den Unfall im Normalfall mit in die Schadenfreiheitsklasse einrechnen, sagt Grieble. Informiert man sich umfassend und lässt sich individuell beraten, kann sich ein Wechsel lohnen. Da kann gut eine dreistellige Summe zusammenkommen.

Auch bei Kfz-Versicherungen gibt es unnötige Bausteine. Die Insassenunfallversicherung ist so ein Beispiel. Insassen sind bereits über die Haftpflichtversicherung abgesichert. Keinen Extra-Beitrag sollten Kunden für die Versicherung von Sonderausstattung wie fest eingebaute Navigationsgeräte zahlen, die Geräte sollten laut dem Bund der Versicherten (BdV) mitversichert sein. Versicherer bieten per Schutzbrief auch Hilfe bei Pannen und Unfällen an, Mitglieder von Automobilclubs bekommen diese Leistungen aber meist umfassender.

Die sogenannten Telematik-Versicherungen seien noch nicht weit verbreitet, sagt Grieble. Bei ihr bekommt der Versicherte eine Box ins Auto, die das Fahrverhalten misst, anhand dessen wird dann die Versicherungsgebühr berechnet. Rücksichtsvolles Fahren soll sich lohnen. Der Experte rät vor allem dazu, auf den Datenschutz zu achten. Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass es mit dieser Methode schwer zu bemessen sei, wer einen gefährlichen Fahrstil hat. (mit afp)

Was Verbraucher beim Abschluss einer Kfz-Versicherung beachten sollten

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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