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Was Pädagogen nicht dürfen
Fernando Rode (links) und Dallan Sam mit Anwalt Rolf Tarneden. Foto: dpa
Buch klärt über Schülerrechte auf und verspricht Antworten auf die 50 wichtigsten Fragen

Was Pädagogen nicht dürfen

In der eigenen Schulzeit hat wohl jeder auch mal umstrittene Maßnahmen von Pädagogen erlebt. Vielleicht ist ein neuer Ratgeber deshalb so gefragt.

25.08.2016
  • CHRISTINA STICHT, DPA

Hannover. Es soll ein Aufklärungsbuch sein, keine Kampfansage: „Was Lehrer nicht dürfen!“, heißt das Buch, mit dem zwei junge Männer und ein Anwalt Aufsehen erregen. 2015 erschien es im Selbstverlag, jetzt bringt Ullstein die Neuausgabe heraus. „Wir haben über 230 000 Facebook-Freunde“, sagt der Initiator Dallan Sam (20), ein Schüler aus Celle. „Es ist eine Marktlücke, die wir gefüllt haben“, sagt sein Partner Fernando Rode.

Die beiden sind Kumpel und teilen schlechte Erfahrungen mit Lehrern. Sam kennt drei Schulformen von innen. „Was auf der Hauptschule abging, war oft nicht in Ordnung“, sagt der 20-Jährige, der jetzt Abitur macht. „Aber ich dachte immer, Lehrer ist Lehrer. Was er sagt, ist Gesetz.“

„Antworten auf die 50 wichtigsten Schülerfragen inklusive Paragrafen“, verspricht das Werk vollmundig. Als Experten gewann das Duo Rolf Tarneden (42). Der Jurist glaubt, dass die meisten Schüler ihre Rechte gar nicht kennen. „Viele Fragen aus dem Buch werden massenhaft in Internet-Foren diskutiert. Aber kaum einer weiß die richtige Antwort“, sagt Tarneden, selbst Vater von vier Kindern. „Das war für uns ein wichtiger Anreiz, das Buch zu schreiben.“ Hier einige typische Schülerfragen.

Kann ich Widerspruch gegen eine falsche Bewertung im Zeugnis einlegen? Nach Auskunft der Autoren können das Halbjahreszeugnis 10. Klasse, mit dem sich viele Jugendliche für eine Ausbildung bewerben, das Versetzungszeugnis sowie das Abschluss- beziehungsweise Abgangszeugnis angefochten werden – andere in der Regel nicht.

Darf der Lehrer mein Smartphone länger als 24 Stunden einziehen? Er muss das Gerät im Normalfall am Ende des Unterrichts oder Schultages zurückgeben, weil es dem Schüler gehört. Dieser kann gemäß § 985 Bürgerliches Gesetzbuch die Herausgabe seines Smartphones verlangen.

Darf mir der Lehrer die Teilnahme am Klassenausflug verweigern? Wenn der Schüler schon in der Vergangenheit schwere Verstöße begangen hat, kann er ausgeschlossen werden. Je nach Bundesland und Schulgesetz muss eventuell die Klassenkonferenz entscheiden.

Darf ein Lehrer Lügen über mich verbreiten? Die Autoren betonen: „Niemand darf Lügen über andere Personen verbreiten, weder der Lehrer noch sonst irgendjemand.“ Bei ehrverletzenden Lügen kann eine Unterlassungserklärung verlangt werden. In Betracht komme auch der Straftatbestand der üblen Nachrede oder Verleumdung.

Info „Was Lehrer nicht dürfen“, 112 Seiten, Ullstein, 9,90 Euro.

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25.08.2016, 06:00 Uhr
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