Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Wünsche und Werte haben sich verändert, wie eine neue Studie zeigt

Was Deutsche wollen

Partnerschaft, Beruf oder Ernährung sind den Deutschen wichtig. Aber mit manchen Werten haben die Bundesbürger gebrochen.

18.02.2016

Von ANTONIA LANGE, DPA

Heirat gilt noch als hoher Wert - aber ist die Bindung für immer? Foto: dpa

Berlin. Zusammenbleiben, nur wegen der Kinder? Arbeiten, bloß um Karriere zu machen? Die Deutschen werfen manche Vorstellungen über den Haufen. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Studie hervor. Das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) befragten dafür im Auftrag der Wochenzeitung "Die Zeit" mehr als 3000 Menschen in Deutschland. Erste Auszüge wurden nun in Berlin vorgestellt.

Partnerschaft Liebe ja, aber nicht unbedingt mit dauerhafter Bindung - so sehen die Deutschen die Zukunft. "Interessanterweise sind heute auch die über 65-Jährigen der Ansicht, dass es besser ist, sich zu trennen, wenn man sich nicht mehr versteht", sagt WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger. "Allein der Kinder wegen will und wird in Zukunft kaum noch jemand mit seinem Partner zusammenbleiben." Immerhin: Heirat hat für fast 60 Prozent eine sehr hohe Bedeutung.

Religion "Die Religion hat einen so niedrigen Stellenwert, dass sie als Band zwischen den Menschen nicht mehr viel leisten kann", heißt es in der Zusammenfassung. Demnach schätzt nicht einmal jeder Dritte ihren Stellenwert hoch ein und nur noch 11,5 Prozent schreiben Religion auch in der Zukunft eine große Bedeutung zu.

Beruf Berufstätigkeit hat für viele nicht unbedingt etwas mit Karriere und sozialem Aufstieg zu tun. Demnach gibt fast jeder Zweite an, auch dann arbeiten zu wollen, wenn er das Geld gar nicht brauche. "Früher mag im Berufsleben das materielle Motiv im Vordergrund gestanden haben", sagt die WZB-Präsidentin. "Heute erfüllt die Arbeit auch einen immateriellen Zweck."

Ernährung Nahrung und ihre Herstellung hat für viele Deutsche einen hohen Stellenwert. Fast 44 Prozent der Befragten geben an, sehr darauf zu schauen, wo und wie ihre Nahrungsmittel hergestellt werden. 74 Prozent würden das auch dringend nachfolgenden Generationen empfehlen. Wunsch und Wirklichkeit klaffen aber auseinander: Nur etwa 22 Prozent glauben, dass nachfolgende Generationen sehr darauf achten werden.

Zum Artikel

Erstellt:
18. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
18. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2016, 08:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+