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Krachendes Schützenfest zum Auftakt: Bayern schlägt Bremen 6:0

Warnschuss für die Liga

Elf Profis von internationaler Klasse gegen bedauernswerte Gäste: Der FC Bayern schießt Werder nach berauschendem Auftritt 6:0 aus der Arena.

27.08.2016
  • ARMIN GRASMUCK

München. Vor dem Anpfiff haben die Bayern erst einmal kräftig gefeiert. Jerome Boateng, Deutschlands Fußballer des Jahres, bekam seinen Pokal und den ihm gebührenden Applaus. Anständigen Beifall erhielten auch die erfolgreichen Kickerinnen aus der Frauenmannschaft, die bei den Olympischen Spielen mit der DFB-Auswahl die Goldmedaille geholt hatten. Ein Gruß den Spitzenspielern, die es bei der Europameisterschaft mit der Nationalelf bis in das Halbfinale schafften. Auch der Stadionsprecher wurde im großen Rahmen geehrt. 20 Jahre FC Bayern, das ist allemal ein Trikot in den Farben von damals wert. Es folgte die obligatorische Nationalhymne zum Start in die neue Saison, die von den Gesängen der Anhänger aus dem Bayern-Block vehement übertönt wurde. Kurz wurde es still, mucksmäuschenstill, die Trauerminute für die Opfer des Erdbebens in Italien. Dann, ja und dann kam Bremen.

Bremen? Die Gäste wirkten wie der perfekte Gegner zum Auftakt. Die letzten elf Duelle mit Werder hatten die Bayern allesamt gewonnen, dabei 45 Tore erzielt und nur sechs kassiert. 6:1, 5:2, 6:0 und 5:0, so waren letzten Heimspiele der Münchner gegen Bremen in der Bundesliga ausgegangen. Knapp 30 Grad, keine Brise, ausverkauft. Was konnte also schiefgehen bei dieser Premiere in der neuen Spielzeit?

Allein der Blick auf die Startelf dürfte dem einen oder anderen Gegenspieler den Angstschweiß auf die Stirn getrieben haben. Neuer, Lahm, Martinez, Hummels, Alaba, Xabi Alonso, Thiago, Vidal, Ribery, Müller und Lewandowski, elf Akteure der internationalen Klasse liefen für die Bayern auf. Für Joshua Kimmich und Renato Sanches, die Senkrechtstarter der EM, war noch kein Platz, sie saßen auf der Einwechselbank.

Die Bayern wirkten wie eine Mannschaft für das Endspiel der Champions League, und so spielten sie auch. Drückend überlegen. Sie bewegten sich, sie schoben sich wie im Training den Ball zu, sie wechselten die Positionen, zwischendurch die traumhaften Kombinationen, blitzschnell und im Direktpass. Die bedauernswerten Bremer hatten phasenweise ernsthafte Probleme, nur die Mittellinie zu erreichen.Zwangsläufig fielen die Tore. Xabi Alonso eröffnete den Reigen in der neunten Minute mit einem fulminanten Volleyschuss aus knapp 25 Metern, direkt unter die Latte. Bereits vier Minuten später legte Lewandowski nach. Frech, wie er den Ball aus spitzem Winkel zum 2:0 in das hintere Kreuzeck zirkelte.

Die zwei Viererketten der Bremer, die sie vor dem eigenen Strafraum formierten, sie standen, während die Münchner um sie herumkurvten. Es sprach für sich, dass Werders Torhüter, Felix Wiedwald, bereits nach 20 Minuten den Ball etwas länger festhielt, bevor er ihn wieder abschlug, nur um seinen Mitspielern eine kleine Verschnaufpause gewähren zu können. Die Gäste konnten von Glück reden, dass Vidals Fallrückzieher das Ziel verfehlte, Müller nur den Pfosten und Lewandowski die Latte traf. So hielten sie den relativ kleinen Rückstand bis zur Pause.

Nur 39 Sekunden nach dem Wiederbeginn rappelte es aber schon wieder. Ballverlust der Bremer im Mittelfeld, der blitzschnelle Gegenstoß. Flanke Müller, Lewandowksi mit artistischem Sprung und per Fuß, 3:0. In der 66. Minute legten sie nach. Der bärenstarke Lahm schoss nach brillantem Doppelpass mit Müller scharf von rechts an den langen Pfosten und von dort ins Tor, 4:0. Sieben Minuten später folgte die nächste Ballstafette: Müller auf Ribery, der Dribbler schob aus zehn Metern ein, 5:0. Kein drei Minuten danach: Foul an den eingewechselten Rafinha, Elfmeter Lewandowski. 6:0. Applaus, Applaus.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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