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Punktlandung in Prozenten

Wannweil: Anette Rösch mit 82,30 Prozent wiedergewählt

Ohne große Konkurrenz gewann Amtsinhaberin Anette Rösch am Sonntag die Wahl zur Bürgermeisterin von Wannweil. Rückenwind für ihre dritte Amtszeit gab ihr auch die Wahlbeteiligung von 40,15 Prozent.

24.10.2010

Von Mario beisswenger

Wannweil. Um 18.43 Uhr schritt Wahlleiter Erich Herrmann zum Mikrofon im Wannweiler Gemeindehaus und verkündete das Ergebnis der Bürgermeisterwahl von Wannweil. Er versuchte es erst gar nicht, spannend zu machen. „Den Wahlausgang kann jeder ahnen“, sagte der CDU-Gemeinderat. Tatsächlich legte Bürgermeisterin Anette Rösch eine Punktlandung hin. Mit den gut 82 Prozent der Stimmen lag sie bis auf die Nachkomma-Stellen bei ihrem Ergebnis von 2002. Herrmann gratulierte als erster: „Es gibt viel zu tun. Wir freuen uns auf die nächsten acht Jahre mit Ihnen.“

Rösch erklärte ihr Wahlergebnis bei ihrer Dankesrede mit dem Satz: „Nicht gescholten ist genug gelobt.“ Auch sie freue sich auf die kommenden Jahre in der von so viel Ehrenamt geprägten Gemeinde. „Da macht es richtig Lust, weiter zu arbeiten.“ Ein extra Dank ging an ihren Mann Gerhard. Die von ihr gewünschte Wahlbeteiligung von mehr als 40 Prozent sei „knapp, aber immerhin erreicht“. Ein guter Teil der mehr als 60 Gäste reihte sich anschließend in die Gratulanten-Schlange ein. Darunter waren mit Silke Höflinger aus Walddorfhäslach und Klaus Bender aus Riederich zwei Bürgermeisterkollegen und mit Staatssekretär Dieter Hillebrand der CDU-Wahlkreisabgeordnete für den Landtag.

Ein Superlativ markiert ihre Wahl. Nach Röschs Überblick ist sie die erste Frau in Baden-Württemberg, die für die dritte Amtsperiode im ersten Wahldurchgang gewählt wurde. „Bei zwei anderen Kolleginnen war es etwas mühsamer.“ Mit der Zustimmung könne sie gut leben. Ein gewisses Maß an Unzufriedenheit, die sich auch in ungültigen Stimmen ausdrücke, sei zu erwarten gewesen. Auf einem Wahlzettel stand als Kandidat zum Beispiel „Politikverdrossenheit“. Die rund zwölf Prozent für den in der Gemeindepolitik zuvor nicht aktiven Max Knoll verbuchte Rösch ebenfalls unter Proteststimmen.

Sie glaubt nicht, dass sich die Wählerschaft gezielt ausgedrückt habe, etwa in der von Knoll geforderten Richtung, mehr Jugendarbeit in der Gemeinde zu fördern.

Eine Einschätzung, die sie mit Gemeinderäten teilt. Für Sigrun Franz-Nadelstumpf (SPD) sammelte sich bei Knoll der diffuse Protest. „Es gibt ja immer welche, die sich auf den Schlips getreten fühlen.“ Manfred Wolfer (FWV) waren die Stimmen „vielleicht ein bisschen viel“. Aber eine konkrete Kritik konnte auch er nicht ablesen. Sein Ratskollege Herrmann konnte die Stoßrichtung des Protestes genau so wenig einschätzen: „Für mich hat das keine große Bedeutung.“

Neben Blumen gab es für Rösch zu Wiederwahl auch „ein Obama-Buch“, das ihr Uwe Komanschek für die ALW überreichte. Mit Blick auf die gelungene Wiederwahl sagte der Gemeinderat: „Was unsre Bürgermeisterin schon erreicht hat, muss Obama erst noch hinbekommen.“ Zur Feier des Abends im vom Förderverein dekorierten Gemeindehaus spielte der Wannweiler Musikverein auf und auch der ortsansässige Gesangverein gab ein Ständchen. Sie wünschten der strahlenden Siegerin auf Englisch einen schönen Tag („Have a nice day“) und die Volkslied-Aufforderung „Erlaube mir, feins Mädchen, in den Garten zu gehen“.

Wie die Wannweiler/innen wählten

1526 Wannweiler/innen gingen am Sonntag zur Wahl. Damit lag die Beteiligung bei der Stimmabgabe für das Bürgermeisteramt bei 40,15 Prozent. 2002, bei der ersten Wiederwahl von Rösch, waren es noch 53,45 Prozent gewesen. Auf Anette Rösch entfielen 1190 Stimmen, das sind 82,3 Prozent (2002: 82,03) aller Stimmen. Auf Max Knoll, den jungen Kandidaten aus dem Ort, entfielen 11,96 Prozent. Für Rechtsaußen Axel Heinzmann stimmten in seiner Heimatgemeinde 2,9 Prozent (2002: 1,77) der 3801 Wahlberechtigten. Ungültige Stimmen gab es 80 (2002: 57).

Wahlleiter Erich Herrmann gratulierte Anette Rösch und überreichte der Siegerin Blumen.Bild: Haas

Kommentar: Anette Rösch plus acht 25.10.2010

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Erstellt:
24. Oktober 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Oktober 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2010, 12:00 Uhr

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