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Wandern statt Skifahren
Die zwei Schnee-Flecken am Skilift Ebingen sind die Reste eines Versuches, die Schneelanzen anzuwerfen. Doch noch ist es zu warm dafür. Foto: WSV Ebingen
Lift-Betreiber hoffen auf Schnee

Wandern statt Skifahren

Kein Schnee. Nirgends im Land. Die meisten Liftbetreiber nehmen's gelassen und hoffen auf Schnee in den Faschingsferien. Die Gäste reisen trotzdem an, sie lassen die Skier daheim - und wandern.

30.12.2015
  • PETRA WALHEIM

Feldberg/Albstadt/Ruhestein. Auf dem Feldberg ist die Hölle los. "Der ganze Berg ist voll mit Leuten", sagt Volker Haselbacher, stellvertretender Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Und das, obwohl es auf dem höchsten Berg des Landes nur noch vereinzelte Schneeinseln gibt. Das störe die Gäste nicht, sagt Haselbacher. Sie fahren mit der Sesselbahn zum Seebuck-Gipfel und genießen bei strahlendem Sonnenschein das Alpenpanorama. Einige Kinder probieren auf den Schneeinseln ihre Schlitten aus. "Ein Kind hat gestern das Pflugfahren geübt."

So lebendig geht es ohne Schnee allerdings nur auf dem Feldberg zu und auch nur, weil zwei Sessellifte im Sommerbetrieb laufen und Fußgänger befördern. Auf der Schwäbischen Alb und im Nordschwarzwald hoffen die Skilift-Betreiber auf baldigen Schneefall. Die meisten haben das für sie so wichtige Weihnachtsgeschäfts abgehakt und hoffen auf die Faschingsferien.

"Wir hatten in dieser Saison bisher drei Betriebstage", sagt Ronny Limp, stellvertretender Betriebsleiter des Skilifts Mehliskopf, der oberhalb der Schwarzwaldhochstraße liegt. "Den verlorenen Umsatz von Weihnachten und Neujahr holen wir nicht mehr auf", aber wenn die vier Schlepplifte zwei, drei Wochen laufen, sei er zufrieden.

Die Liftbetreiber haben in lauen Zeiten wie diesen zwar keine Personalkosten, doch die Lifte müssen instand gehalten, vom Tüv abgenommen werden. "Das kostet alles Geld", sagt Klaus Faißt. Er ist in der Tourismuszentrale in Baiersbronn Gästebetreuer, zuständig für den Wintersport und hat Kontakt zu den Liftbetreibern. Die Stimmung sei "bescheiden", sagt er. Auch die Wintersportgeschäfte hätten Einbußen. "Es laufen keine Skikurse, sie verkaufen keine Ware."

Dafür sei die Laune bei den Gästen umso besser. Es gebe keine Stornierungen, die Leute würden das Wanderwegenetz im Nationalpark nutzen. So auch am Feldberg. "Die Hütten sind alle geöffnet, die Wanderwege frei", sagt Haselbacher. Natürlich fehlten den Liftbetreibern die Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft, das das wichtigste des Jahres sei. Doch er bleibt zuversichtlich. "Wenn die Lifte in den nächsten Monaten 80 Tage laufen, bleibt der Betrieb wirtschaftlich."

Um sich aus dem Schneemangel-Dilemma zu befreien, hat sich der Wintersportverein Albstadt-Tailfingen auf der Alb ein zweites Standbein geschaffen: Die Schlepplifte werden von März bis Oktober vom Bikepark genutzt, wenn es Schnee hat von den Skifahrern. Das sei einmalig auf der Alb, sagt Liftwart Jürgen Estler. "Momentan steht aber alles still." Das sei bisher kein Beinbruch. "Wir stehen in den Startlöchern, können jederzeit loslegen."

Auch der Wintersportverein Albstadt-Ebingen wartet sehnsüchtig auf die weiße Pracht - er braucht sie. Mitte Februar läuft auf deren Piste der Europacup im Skicross, Ende Februar ein FIS-Damen- und Herren-Slalom-Rennen. Vereinsvorsitzender Siegfried Binder wartet auf Frost. "Dann können wir unsere Schneelanzen anwerfen." Sein Wunsch könnte nach Silvester in Erfüllung gehen. Die Meteorologen sagen sinkende Temperaturen und Schneefall voraus. Dann startet auch der Feldberg in die Ski-Saison.

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30.12.2015, 08:30 Uhr
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