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ROTTENBURG

"Wahrsagerin" war Betrügerin

(tol). Opfer einer nach Polizeiangaben "raffinierten und hinterlistigen Tat" ist am Dienstag eine 56-jährige Frau geworden. Nur weil die Rottenburgerin noch rechtzeitig Zweifel bekommen und den Kontakt zum Polizeirevier Rottenburg gesucht hatte, blieb sie vor einem größeren Vermögensschaden verschont.

28.06.2007

Die Rottenburgerin wurde am Dienstagnachmittag in der Schuhstraße von einer Passantin angesprochen. Sie stellte sich ihr als „Wahrsagerin“ vor, sei aus Barcelona und habe auf dem Neckarfest gearbeitet. Nach einem längeren Gespräch fasste die 56-Jährige Vertrauen zu der unbekannten Frau und nahm sie mit in ihre Wohnung. Dort händigte die Rottenburgerin der Unbekannten 70 Euro aus und bat sie darum, ihr die Karten zu lesen.

Nach diesem Karten-Hokuspokus legte die mutmaßliche Spanierin nach: Auf der Rottenburgerin würde ein Fluch lasten, der nur durch den Kauf einer bulgarischen Heilpflanze beseitigt werden könne. Für die Pflanze, die die Unbekannte in einer Tasche dabei hatte, forderte sie 3.000 Euro. Da die 56-Jährige nur 300 Euro dabei hatte, bekam sie dafür nur einen Teil der Heilpflanze.

Damit war aber der ganze Spuk noch lange nicht beendet, berichtet die Polizei. Mit weiteren Tricks verunsicherte die „Wahrsagerin“ ihr Opfer und forderte es schließlich auf, 5.000 Euro - besser wären 10.000 bis 15.000 Euro - unter das Bett zu legen, um den auf ihr lastenden Fluch wirkungsvoll bekämpfen zu können.

Die Rottenburgerin hatte freilich nicht soviel Bargeld zu Hause. Deshalb beschlossen beide gemeinsam, zur nächsten Bankfiliale zu fahren. Auf der Bank wurde der Frau lediglich ein Kredit in Höhe von 1.000 Euro in Aussicht gestellt.

Dies war der „Wahrsagerin“ zu wenig. Sie schlug der Rottenburgerin vor, noch zu anderen Banken zu gehen oder das Geld von Freunden auszuleihen. Sie solle aber über den eigentlichen Grund niemandem etwas sagen, sonst würde sie sofort eine Lähmung bekommen. Das Opfer bekam daraufhin die Anweisung, mindestens 5.000 Euro zu besorgen, diesen Bargeldbetrag zusammen mit mehreren Gegenständen (Kerzen, Seifen, Shampoos u. a.) unter ihr Bett zu legen und auf Weiteres zu warten.

Schließlich vereinbarten die beiden Frauen, sich am Mittwochmorgen um 9.30 Uhr auf einem Parkplatz in der Gartenstraße zu treffen. Noch am Dienstagabend kam der Rottenburgerin das Ganze wohl doch zu spanisch vor, sie verständigte die Polizei und erzählte ihr die "unglaubliche Geschichte". So nahmen die Beamten die angebliche „Wahrsagerin“, eine 39 Jahre alte Frau aus dem saarländischen Völklingen, die für ein paar Tage zu Besuch in Rottenburg war, auf dem besagten Parkplatz fest. Die Tatverdächtige ist der Polizei in Völklingen hinlänglich als Betrügerin bekannt.

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28.06.2007, 12:00 Uhr
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