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Muss Anton Schlecker doch vor Gericht?

Vorwurf: 800 000 Euro an Enkel verschoben

Die Schlecker-Pleite hat womöglich ein strafrechtliches Nachspiel. Firmenchef Anton Schlecker soll kurz zuvor Geld in Sicherheit gebracht haben.

24.10.2015
  • HES/WIE/BEN

Ehingen/Stuttgart Hat der gefallene Drogeriemarkt-König Anton Schlecker Geld beiseite gebracht, um es so vor dem Zugriff der Gläubiger zu sichern? Dies war eine der Fragen, welcher Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nachging, als er vor fünf Jahren die spektakuläre Pleite des Drogerie-Imperiums abwickelte. Schlecker zahlte Geiwitz 10 Mio. EUR im Rahmen eines Vergleichs.

Doch die strafrechtliche Seite war damit nicht vom Tisch. Wie das "Manager Magazin" berichtet, droht Anton Schlecker jetzt eine Anklage wegen "Bankrott" - so heißt der juristische Begriff. Der Vorwurf: Schlecker habe zehn Monate vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens 800 000 EUR an seine Enkel übertragen - als Schenkung. Weil aber damals bereits die Pleite seines Unternehmens absehbar war, so der Vorwurf, handle es sich um eine Straftat: Geld, das den Gläubigern zusteht, darf laut Gesetz nicht in Sicherheit gebracht werden. Im schwersten Fall drohen dafür fünf Jahre Haft.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erklärte auf Anfrage, es seien noch keine Entscheidungen getroffen. Geplant sei, das Ermittlungsverfahren bis Ende des Jahres abzuschließen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse seien den Verteidigern zugegangen. An Spekulationen, ob Anklage erhoben werde, "beteiligen wir uns nicht", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der SÜDWEST PRESSE. Anton Schlecker (70) lebt wie früher abgeschottet in seiner Heimatstadt Ehingen, offenbar immer noch in seiner früheren Villa. Sie war 2012 ebenfalls von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden - auf der Suche nach Belegen für Vermögensverschiebungen.

Der ehemals größte Drogeriemarkt-Konzern Europas mit rund 25 000 Mitarbeitern, ist längst Geschichte. Das Zentralgebäude ist verkauft, wird als Businesspark genützt. Nur eines ist gleich geblieben: Im siebten Stock sitzt Anton Schlecker wie früher in seinem Büro - nun als Mieter.

Vorwurf: 800 000 Euro an Enkel verschoben
Ist heute Mieter in seinem früheren Verwaltungsgebäude: Anton Schlecker. Foto: dpa

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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