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30-Jähriger soll Siebenjährige von Schulhof weggelockt haben

Vorwürfe gegen Polizei nach Missbrauchsfällen von Kiel

04.02.2016
  • DPA

Kiel. Im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs einer Siebenjährigen in Kiel hat ein Schulleiter der Polizei vorgeworfen, nicht frühzeitig informiert zu haben. Das Mädchen war am Sonntag beim Spielen auf einem Schulhof von einem 30 Jahre alten Mann angesprochen worden und soll dann in dessen Wohnung missbraucht worden sein. "Wir haben davon am Dienstag von der Mutter erfahren, von offizieller Seite kam nichts", sagte Schulleiter Michael Breyer gestern und verwies auf einen weiteren Vorfall Anfang Januar, mit dem der Tatverdächtige in Verbindung gebracht wird. Die Kieler Polizei wies die Vorwürfe zurück.

Breyer, Schulleiter der Hans-Christian-Andersen-Schule in dem Stadtteil Gaarden, hält der Polizei vor, nach dem ersten Vorfall vom 6. Januar in einem nahe gelegenen Kindergarten niemanden informiert zu haben. Sonst hätten die Lehrer das Thema, nicht mit Unbekannten mitzugehen, im Unterricht auffrischen können, sagte Breyer. Alle wären wachsamer gewesen. Nach Ansicht der Polizei gab es hingegen keinen Anlass, die Öffentlichkeit einzuschalten, sagte Polizeisprecher Mathias Arends.

Seine Kollegen ermittelten weiter unter Hochdruck gegen den in beiden Missbrauchsfällen tatverdächtigen Mann. Derzeit sitzt er in U-Haft und wird vernommen. Bislang habe er sich nicht zur Tat geäußert, wie es hieß.

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04.02.2016, 08:30 Uhr
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