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Vorteil für Norwegen

17.08.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Mit massiven Subventionen lassen sich die Verkäufe von Elektroautos kräftig auf Touren bringen. Das beweist Norwegen, wo im ersten Halbjahr mehr als jeder vierte Neuwagen einen reinen Elektro- oder einen Plug-In-Antrieb hatte. Die Norweger haben allerdings zwei Vorteile: Dank der großen Öl- und Gasvorräte verfügt der Staat über hohe Einnahmen, und es gibt keine einheimische Autoindustrie, auf die sie Rücksicht nehmen müssen.

Trotzdem sind auch in Norwegen die Überlegungen umstritten, ab 2025 keine Neuwagen mit Benzin- und Dieselmotor mehr zuzulassen. Es wäre ein Zeichen für Europa und darüber hinaus, dass es das Land mit dem Kampf gegen den Klimawandel ernst meint. Und es wäre ein Signal an die Autobauer, sich auf den grundlegenden Wandel frühzeitig einzustellen.

Dabei stehen die deutschen Konzerne gar nicht so schlecht da: Mehr als die Hälfte der Elektroautos in Norwegen stammen von ihnen, ob aus Fabriken hierzulande oder in anderen Ländern. So viele sähen wir gerne auch auf deutschen Straßen. Dagegen sprechen allerdings noch die hohen Preise, die fehlende Infrastruktur und die biederen Modelle.

Auch Deutschland kann seine Klimaverpflichtungen nur erfüllen, wenn es langfristig auf Autos mit Verbrennungsmotoren verzichtet. Es wäre klug, bald konkrete Vorgaben zu machen, damit die Hersteller rechtzeitig bessere Angebote entwickeln. Welche Technik sie dabei einsetzen, bleibt ihnen überlassen.

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17.08.2016, 06:00 Uhr
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