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Vorschlag zur Güte

Landschaft nicht versiegeln: Das forderte in seiner „Rathausrunde“ der Rottenburger Freie Bürger/FDP-Stadtrat und Biolandwirt Alfons Heberle (11. Januar, Rottenburger Seite). Roland Irslinger aus Tübingen warf ihm daraufhin per Leserbrief die Verwendung „alternativer Fakten“ vor (16. Januar) . Heberle konterte am 20. Januar („Der Kreis schließt sich“). Mit Irslingers Beitrag heute beendet das TAGBLATT den Zweier-Zwist.

07.02.2018
  • Roland Irslinger

Ein Wald ist mitnichten CO2-neutral, sondern eine Kohlenstoff-Senke, solange wir ihn nachhaltig bewirtschaften. Weil, ich wiederhole mich, durch Verbrennung und Verbauung Kohlenstoff, der sonst aus fossiler Energie käme, ersetzt wird. Fossile Energieträger sind auch nicht aus verrotteten Wäldern entstanden und Sauerstoff liefert die Landwirtschaft schon gar nicht.

Vergleichen wir einen Sack
voll Getreide mit einem Stück Holz, dann setzen beide durch Verrottung, Veratmung oder Verbrennung CO2 frei. Dieselbe Menge wird durch anschließendes Wachstum auf dem Feld oder im Wald wieder eingesammelt. Da bleibt kein einziges Molekül übrig! Insofern sind beide gleichermaßen CO2-neutral.

Der Unterschied liegt in den Systemen. Während Waldwirtschaft mit minimalem Aufwand an fossiler Energie und ohne Dünger arbeitet, ist der Maschineneinsatz in der Landwirtschaft gewaltig. Rinder produzieren Methan, die Stickstoffdüngung führt zu
erheblichen Lachgasemissionen. Methan ist 25-mal, Lachgas 300-mal so klimaschädlich wie CO2. Deshalb ist auch ein Bio-Hof eine CO2-Schleuder. Tut mir leid!

Niemand bestreitet, dass wir Landwirtschaft brauchen, dass Grünland und Weiden für Landschafts- und Artenschutz wichtig sind. Aber ein Auto wird auch nicht deshalb zum Klimaschutzvehikel, nur weil es gebraucht wird.

Ein Vorschlag zur Güte, Herr Heberle: wir klären das gemeinsam bei einem Glas Bio-Milch, Sie bringen einen Laib Brot mit und ich ein Stück Holz, wie wär’s?

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07.02.2018, 01:00 Uhr
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