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Übernahmekampf auf dem Wohnmarkt

Vonovia will Deutsche Wohnen kaufen

Marktführer Vonovia will mit einem 14-Milliarden-Euro-Deal seine Position auf dem Wohnungsmarkt ausbauen. Doch dies stößt auf Ablehnung.

15.10.2015
  • DPA

Düsseldorf Neue Übernahmeschlacht auf dem deutschen Immobilienmarkt: Marktführer Vonovia (Düsseldorf) holt zum großen Schlag aus und will den zweitgrößten Anbieter Deutsche Wohnen (Frankfurt am Main) in einem Milliardendeal schlucken. Dadurch will Vonovia, die früher als Deutsche Annington firmierte, die Übernahme der LEG (Düsseldorf) durch die Deutsche Wohnen AG torpedieren.

Doch der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will sich nicht von Vonovia übernehmen lassen und verfolgt weiter den Plan, die LEG zu übernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat halten die in Aussicht gestellte Prämie auf den letzten Schlusskurs der Aktie für "unattraktiv und inadäquat", teilte Deutsche Wohnen mit. Sie reflektiere in keiner Weise das Wachstumspotenzial und die Qualität des Immobilienportfolios.

Beim Deutschen Mieterbund stoßen die Übernahmepläne auf scharfe Kritik. Durch derartige Transaktionen der Großvermieter entstehe keine einzige neue Wohnung, meinte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten: "Statt Wohnungshandel ist Wohnungsneubau notwendig".

Durch die geplante Übernahme könnte der Wohnungsbestand des größten deutschen Immobilienunternehmens von 370 000 auf mehr als 500 000 Wohnungen steigen. Dafür will Vonovia in bar und in Aktien fast 9 Mrd. EUR zahlen. Einschließlich der Prämien und Schulden läge der Transaktionswert nach Unternehmensangaben sogar bei 14 Mrd. EUR.

Die Deutsche-Wohnen-Aktionäre sollen für 11 ihrer Anteilsscheine 83,14 EUR in bar sowie 7 Vonovia-Aktien erhalten. Voraussetzung für das Gebot sei, dass die Deutsche-Wohnen-Aktionäre bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Oktober die Übernahme der LEG ablehne.

Thomas Neuhold, Analyst des Bankhauses Kepler Cheuvreux, hält es für sehr wahrscheinlich, dass sich die Deutsche-Wohnen-Aktionäre auf der Hauptversammlung gegen die LEG-Offerte und für ein Gebot durch Vonovia entscheiden.

Vonovia-Chef Buch warb für den Zusammenschluss: Es handele sich um eine "attraktivere und strategisch sinnvolle Alternative" zur geplanten LEG-Übernahme durch Deutsche Wohnen. Durch den Zusammenschluss erwartet er Skalen- und Synergieeffekte in Höhe von rund 84 Mio. EUR vor Steuern.

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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