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Basketball: Titelkampf im reichen Süden

Von den Teams aus dem Land spielt nur Ulm eine Playoff-Rolle

Für eine Playoff-Teilnahme in der Basketball-Bundesliga kommen unter den Baden-Württembergern nur die Ulmer infrage. Crailsheim und Tübingen blicken wohl wieder von unten auf die Top-Teams aus Bayern.

01.10.2015
  • HELEN WEIBLE, HANSJÖRG LÖSEL

Es ist wahrscheinlich, dass der Titel in dieser heute beginnenden Basketball-Bundesliga-Saison wieder von einem Team aus dem Süden geholt wird. Meister Brose Baskets Bamberg und der FC Bayern München werden von den Trainern der 18 Erstliga-Klubs am häufigsten als Titelanwärter genannt, nämlich 14 Mal. Die beiden potenten bayerischen Vereine haben wieder aufgerüstet und dabei auch Serienmeister Alba Berlin abgehängt.

Die anderen Mannschaften aus dem Süden, die baden-württembergischen Klubs, können, was das liebe Geld angeht, da längst nicht mithalten. Jedoch sportlich hat zumindest eine Mannschaft gute Karten, die großen "Bs" ein wenig zu ärgern:

Ratiopharm Ulm, - im fünften Jahr unter Trainer Thorsten Leibenath, hat zwar den Kader ordentlich umgekrempelt (nur Leistungsträger Per Günther ist geblieben, acht Neue kamen), doch dem Playoff-Halbfinalist der Vorsaison ist erneut viel zuzutrauen. Die Donaustädter haben unter athletischen Aspekten deutlich zugelegt und verzichteten gleichzeitig auf ganz groß gewachsene Spieler. Center Philipp Neumann überragt mit 2,09m seine kleineren, wendigen Kollegen. Heute Abend dürfen Günther nebst Top-Nachwuchsakteur Joschka Ferner zeigen, welche spielerischen Lösungen sie für das neue Alba Berlin (20Uhr) im Repertoire haben.

Klassenerhalt lautet jeweils klar das Saisonziel für die

Crailsheim Merlins - und die Walter Tigers Tübingen. Eine komplette Auswechslung des Spielermaterials gab es bei den Zauberern von der Jagst. Coach Ingo Enskat hat mit Kai Buchmann sogar einen neuen Assistenztrainer an seiner Seite. Die Vorbereitung lief "zwiegespalten", so Enskat, da sich einige Spieler verletzten. Aufbauspieler Chris Frazier laboriert noch an einem Mittelfußbruch und fehlt daher am Samstag beim ersten Spiel zu Gast bei den Telekom Baskets Bonn. Übrigens haben die Crailsheimer das härteste Auftaktprogramm überhaupt: Als nächstes geht's nach Bamberg, dann gegen Berlin und am vierten Spieltag gegen Ulm. Größte Zugewinne sind der Ex-Nationalspieler Konrad Wysocki und auch der erfahrene Patrick Flomo, der von den MHP Riesen Ludwigsburg wechselte.

Nach zwei Jahren in prekären Regionen der Tabelle wollen die

Walter Tigers Tübingen - den Blick wieder nach oben richten. Schlüsselfigur ist der neue Kapitän Jesse Sanders. Der 26-jährige US-Amerikaner, zuletzt in Belgien aktiv, übernimmt den Spielaufbau von Branislav Ratkovica. Der Serbe, der nach Sofia zum bulgarischen Meister wechselte, verteilte in der vergangenen Saison zwar die meisten Vorlagen in der BBL, leistete sich aber auch die meisten Ballverluste. Der körperlich robuste Sanders, eher Malocher-Typ denn Feingeist in der Regie-Führung, soll den System-Wandel umsetzen: Priorität hat in Tübingen eine verbesserte Verteidigung - mehr Punkte als die Tigers kassierte im Vorjahr nur Schlusslicht Crailsheim.

Der Wechsel von Augustine Rubit nach Ulm tut den Tübingern weh, in der Vorbereitung machte aber der montenegrinische Nationalspieler Vladimir Mihailovic auf sich aufmerksam, auch Dreier-Spezialist William Buford oder Sprungwunder Garlon Green könnten für Überraschungen sorgen. Interessant ist die Entwicklung des jüngsten Center-Duos der Liga: Neben Bogdan Radosavljevic (22) wird der 19-jährige Mahir Agva (zuvor Ehingen) mehr Einsatzzeiten bekommen. Igor Perovic, seit 2009 Cheftrainer, ist sich sicher: "Wir werden besser verteidigen", so der 41-Jährige. Am Samstag empfangen die Tigers in der Paul-Horn-Arena die BG Göttingen.

Von den Teams aus dem Land spielt nur Ulm eine Playoff-Rolle
Center Patrick Flomo (oben, im Riesen-Trikot) verstärkt Crailsheim. Bitter für Tübingen war der Abgang von Augustine Rubit (unten, li.) nach Ulm. Fotos: Eibner

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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