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Von den Börsengurus lernen
Von links: Warren Buffet, André Kostolany, George Soros Foto: SWP Montage; Fotos: Getty Images (2), dpa
Strategie

Von den Börsengurus lernen

Welche Gewinnformel haben Warren Buffett, George Soros oder André Kostolany? Der einfache Sparer sollte sich daran orientieren.

21.10.2017
  • FLORIAN JUNKER

Börsianer auf der ganzen Welt beobachten jede Äußerung des Orakels von Omaha, der in einem bescheidenen Haus in der amerikanischen Provinz wohnt. Hinter dem Spitznamen verbirgt sich der 87-jährige US-Investmentguru Warren Buffett, dessen Vermögen auf rund 75 Mrd. Dollar (63,7 Mrd. EUR) geschätzt wird. Regierungen fürchten seinen nur wenige Tage älteren Multimilliardärskollegen, der als König der Spekulanten gilt. George Soros brachte bereits das britische Pfund zum Wanken und den Investoren seines Hedgefonds damit fantastische Gewinne. Der gebürtige Ungar mischt sich auch heute noch gerne in der Politik ein.

Eine ganze Generation von Anlegern in Deutschland hat dagegen noch die schnarrende Stimme des Investmentaltmeisters André Kostolany im Ohr. Auch Jahre nach seinem Tod sind viele der Anlageweisheiten des gebürtigen Budapesters unvergessen. Aber haben diese Giganten des Börsenparketts eine Erfolgsformel, um reich zu werden, die auch normale Anleger nutzen können?

„Was man von den großen Investoren lernen kann, ist vor allem ihre Konsequenz und Disziplin, mit der sie ihre Ideen umsetzen“, sagt Rainer Laborenz, Chef der Offenburger Azemos Vermögensmanagement GmbH. „Als Anleger dürfen Sie sich von kurzfristigen Misserfolgen nicht aus der Bahn werfen lassen.“

Dabei unterscheiden sich die Strategien der Profis grundsätzlich. Während Warren Buffett Unternehmen sammelt, die ihm preiswert erscheinen, sucht George Soros nach günstigen Gelegenheiten aus dem Zusammenspiel zwischen Markt und Politik. André Kostolany favorisierte dagegen Spekulation auf Grundlage der Massenpsychologie oder konsequentes Warten.

Neben diesen drei bekannten Namen, gibt es noch eine Reihe von anderen Investoren, die mit ganz unterschiedlichen Strategien erfolgreich sind. Wen sollen sich ganz normale Sparer als Vorbild nehmen? „Nach meiner Einschätzung gibt es einige Gemeinsamkeiten, die diese drei Legenden auszeichnen und von denen der Privatanleger lernen kann“, sagt Laborenz.

Für den Offenburger Finanzexperten gehört dazu zuallererst eine gründliche Analyse der Unternehmen vor einer Investition. Die eigenen Emotionen kontrollieren, nicht von den oft irrationalen Übertreibungen des Marktes anstecken lassen und der eigenen Strategie treu bleiben, seien ebenfalls entscheidende Punkte. Aber selbst wer das alles beherzigt, stößt als normaler Sparer oft an Grenzen.

„Investmentgurus machen eine viel gründlichere Unternehmensanalyse als das Privatanlegern überhaupt möglich ist“, weiß Roman Harzenetter, Vorstand bei der AnCeKa Vermögensbetreuungs AG aus Kaufbeuren. „Sie nutzen dazu weit mehr als die öffentlich zugänglichen klassischen Bewertungszahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Dividendenrendite.“

Trotzdem können auch ganz normale Anleger mit begrenztem Vermögen und Zeit auf die Erfolgsstrategien der Großen setzen und am besten verschiedene Erfolgsformeln kombinieren. Eine Reihe von Fonds und ETFs orientiert sich zum Beispiel an der Value-Strategie von Warren Buffett. Mit Hilfe aktiver Fondsmanager können Anleger aber auch von makroökonomischen Chancen profitieren wie George Soros oder mit einem kostengünstigen, breit gestreuten Indexfonds einfach Aktien kaufen und Schlaftabletten nehmen, wie es Kostolany einst empfahl.

Solche Produkte können über einen Sparplan schon mit Beträgen ab 25 EUR pro Monat Teil der eigenen Anlagephilosophie werden. Wie wichtig es ist, frühzeitig damit zu beginnen, hat das Orakel von Omaha einmal so formuliert: „Heute kann sich jemand im Schatten räkeln, weil er vor vielen Jahren einen Baum gepflanzt hat.“

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21.10.2017, 06:00 Uhr
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