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Von Tübingern entdeckt: das stärkste Tier der Welt

Sie wiegt gerade mal ein Zehntausendstel Gramm und ist doch - gemessen an ihrer Größe - das stärkste Tier der Welt. Um die Hornmilbe vom Boden zu heben, mussten Tübinger Forscher fast das 1200-fache ihres Gewichts aufwenden.

22.08.2007
  • swp/tol

Das kaum einen Millimeter große Spinnentier mit dem vollen Namen Archegozetes longisetosus lebt in Puerto Rico und ernährt sich im Boden von verfaulenden Organismen.

Evolutions-Biologen der Uni Tübingen haben sie mit ins Labor genommen und insbesondere ihre so winzigen wie kräftigen Krallen untersucht. Dabei kam heraus, dass die Tierchen bei ihrer Wühlarbeit herkulische Kraft entfalten können.

Konkret maßen die Forscher 1170 Kilonewton pro Quadratmeter. Die Milbe sei damit fünfmal stärker, als ein Organismus dieser Größe erwarten lasse, schreiben Michael Heethoff und Lars Körner in dem in Cambridge erscheinenden „Journal of Experimental Biology“. Übertroffen wird dieser Wert im Tierreich überhaupt nur von den Scherenmuskeln mancher Krebse – die aber um ein Vielfaches größer sind als die Hornmilbe.

Wenn es sich auf rauen Oberflächen festkrallt, kann das Tier dem 1180-fachen seines Körpergewichts widerstehen. Die bisher auch als Kraftprotze eingestuften Ameisen können mit ihren Mundwerkzeugen gerade einmal das 50-fache festhalten.

Wozu die Milbe so viel Kraft benötigt ist noch unklar. Möglich, dass sie bei der Nahrungssuche unter Tage oft schwere Erdbrocken beiseite räumen muss. Möglich aber auch, dass es hilft, nicht selber gefressen zu werden, indem sich der Winzling einfach an seinen Feinden festkrallt.

Die schlechte Nachricht für Hausfrauen und -männer: Obwohl noch nicht untersucht, vermuten die Tübinger Wissenschaftler, dass auch einheimische Milben ähnlich stattliche Muskeln haben. Da kommt freilich kein noch so kräftiger Staubsauger dagegen an.

Zum Weiterklicken:
Lustige Milbenbilder gibt es auf der Homepage von Prof. Michael Heethoff (unter "Gallery").

Von Tübingern entdeckt: das stärkste Tier der Welt
Gestatten: der größte Kraftprotz im Tierreich. Bild: Uni Tübingen

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22.08.2007, 12:00 Uhr
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