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Kommentar „Wirtschaft am Rand“

Von Kuba nicht lernen

Die Hunderttausende , die am gestrigen Freitag ein Fanal für die Zukunft setzten, sind von dem unbedingt begrüßenswerten Begehren beseelt, dem Klimawandel etwas entgegensetzen zu müssen. So eindeutig das Ziel aber ist, so schwierig ist die Wegbeschreibung dorthin.

21.09.2019

Von HELMUT SCHNEIDER

Ulm. Das stundenlange Gipfeltreffen in Berlin darf als Hinweis dafür gelten, dass es auch bei Übereinstimmung im Großen ganz schwierig wird, wenn man ins Kleinteilige hinabsteigt.

Die Ökonomen sprechen dann von „Zielkonflikten“ und ein solcher wird uns jetzt aus Kuba, der wunderschönen Karibik-Insel, gemeldet. Weil Benzin und Diesel dort knapp geworden sind, kommt eine Bewirtschaftungsform wieder zu Ehren, die mancher Fanatiker des ökologischen Landbaus auch bei uns gerne sähe: Ochsen, die den Pflug ziehen und außer der dampfenden Scholle, auf welcher der Ackermann bedächtig seine Runden zieht, keinerlei Emissionen hinterlassen.

Wären da nicht die Methan-Ausdünstungen, die im Einzelfall nicht ins Gewicht fallen. Weil aber Kleinvieh auch Mist macht, macht Großvieh wie der Ochs größeren Mist. Der Ersatz PS- und spritstarken Motoreneinsatzes durch die Ochsentour, die übrigens auch in Deutschland noch nicht so lange her ist – die ökologische Ganzwende also wäre alles andere als klimaneutral.

Statt Erleuchtung bleibt wieder mal nur Ernüchterung und Enttäuschung: Von Kuba lernen heißt nicht Siegen lernen – beim Klima nicht und bei der Wirtschaftspolitik schon gar nicht.

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Erstellt:
21. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. September 2019, 06:00 Uhr

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