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Vom Sprint in den Dauerlauf
Südwestbank-Chef Wolfgang Kuhn legte die Bilanz vor. Foto: Südwestbank
Südwestbank erwartet weniger Wachstum - Negativzinsen für Firmen

Vom Sprint in den Dauerlauf

Die Südwestbank führt im Frühjahr Negativ-Zinsen für Geschäftskonten ein. Die genauen Regeln sollen noch erarbeitet werden. Privateinlagen hingegen sollen auf absehbare Zeit nicht betroffen sein.

02.03.2016
  • ANDREAS BÖHME

Stuttgart. . Keine Minuszinsen für Konten mit hohen Habensummen verspricht Südwestbank-Vorstandssprecher Wolfgang Kuhn - allerdings nur für private Einleger. Firmenkunden müssten sich dagegen ab April oder Mai darauf einstellen, für Guthaben über 10 Mio. EUR mit einem negativen Zins belastet zu werden. An den Feinheiten der Regelung werde derzeit noch gearbeitet, sagte Kuhn gestern am Rande der Bilanzpressekonferenz.

Das im Jahr 1922 als Landwirtschaftsbank gegründete Institut gehört seit 2004 den einstigen Besitzern des Generika-Herstellers Hexal, den Zwillingsbrüdern Andreas und Thomas Strüngmann. Auch das vergangene Geschäftsjahr dürfte den Eignern der als Aktiengesellschaft geführten Bank Freude gemacht haben: "In einem guten konjunkturellen Umfeld haben wir uns gut geschlagen", so Kuhn. Die Bilanzsumme überschritt erstmals die Schwelle von 7 Mrd. EUR, in allen Bereichen verzeichnet die Bank Zuwächse: Das Kundengeschäft wurde um 13 Prozent ausgeweitet, die Einlagen erhöhten sich um 30 Prozent, ein besonderer Vertrauensbeweis, so Kuhn - und Folge einer langsameren Absenkung der Sparzinsen als bei den Mitbewerbern.

Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag liegt bei nur 50 Prozent, die Eigenkapitalrendite liegt nach einem Einbruch im Jahr 2014 wieder bei 10,2 Prozent. Dabei wuchs auch der Personalbestand auf 647 Mitarbeiter. An den 28 Filialen, die die Bank im Südwesten unterhält, werde sich nichts ändern.

Neben vermögenden Privatkunden ist die Landwirtschaft nach wie vor eines der wichtigen Standbeine, hier ist die Südwestbank zusammen mit der öffentlichen Hand vor allem mit langfristigen Kreditvergaben für Hoferweiterungen und Nachfolgeübernahmen tätig. Dabei gebe es keine branchenspezifischen Auffälligkeiten, bei den Firmenkunden hingegen merke man derzeit eine gewisse Verunsicherung über die konjunkturelle Zukunft und eine entsprechende Zurückhaltung bei Investitionen.

Die aktuelle Debatte um eine Abschaffung des Bargelds hält der Vorstandssprecher für "granatenmäßigen Blödsinn", räumt den Überlegungen aber ohnehin wenig Chancen ein, weil eine Mehrheit sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft und der Bevölkerung dagegen sei. Selbst die Abschaffung der 500-Euro-Note oder eine Obergrenze für Barzahlungen werde bei der Bekämpfung von Schwarzgeld nichts nutzen.

In Ländern, die solche Regelungen bereits umsetzen, gibt es immer Ausweichmöglichkeiten. Sollte es tatsächlich nur noch unbare Zahlungsmöglichkeiten geben, wäre das Versprechen, für Sparer auf Negativzinsen zu verzichten, nicht länger haltbar. Für 2016 rechnet Kuhn mit einer weiter positiven Entwicklung, das vor allem in den beiden vergangenen Jahren stürmische Wachstum werde sich verlangsamen: "Die vergangenen zwei Jahre waren für uns ein kurzzeitiger Sprint, nun gehen wir wieder in den Dauerlauf über."

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02.03.2016, 08:30 Uhr
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