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Daniela Ludin hielt ihre Antrittsvorlesung/Grußwort von Minister Peter Hauk

Vom Ministerium an die FH

Daniela Ludin ist die erste Professorin in der Geschichte der Rottenburger Forstfachhochschule. Am Freitag hielt die 37-Jährige ihre Antrittsvorlesung.

20.07.2009
  • Walther Puza

<strong>Rottenburg.</strong> „Heute ist die Tatsache, dass Frauen in verantwortliche Führungspositionen kommen selbstverständlich und das Jahr 2009 im Falle unserer Hochschule – wenngleich unverschuldet – eher peinlich spät als Grund zum Feiern“, bekannte Rektor Bastian Kaiser vor illustrer Gästeschar. Mehrere Frauen hätten sich bereits für die HFR beworben. Und mit 41 Prozent habe die Quote der Einladungen zur Vorstellung deutlich höher gelegen als bei den männlichen Bewerbern (25 Prozent). Einmal, im Jahr 2007, ist bereits eine Frau berufen worden. Allerdings nahm sie den Ruf nicht an.

Daniela Ludin ist also die Erste. Und sie nahm den Ruf auf den Lehrstuhl für Recht, Umwelt- und Forstpolitik an, bevor die HFR in das „Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder“ aufgenommen wurde, dank dessen sie künftig in den Genuss von Förderungen kommen wird.

Die 1971 geborene Badenerin hat bis 1997 an der Universität Augsburg Ökonomie studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. 1998 wechselte sie an den Lehrstuhl für Finanzpolitik und Transferökonomie und promovierte über das Thema „Globalisierung als regionale Chance. Eine theoretische und empirische Untersuchung am Beispiel der oberbayerischen Brauwirtschaft unter den besonderen Aspekten Verkehr und Nachhaltigkeit“. Danach ging Ludin in die freie Wirtschaft, bevor sie 2002 Referentin im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen wurde.

2007 wechselte sie von dort zum Referat Verbraucherschutz im Ministerium von Peter Hauk. Der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum ließ es sich am Freitag nicht nehmen, seiner ehemaligen Mitarbeiterin persönlich „eine glückliche Hand und Bühne frei“ zu wünschen, in einem „bedeutsamen Fachbereich“ an einer „dynamisch sich entwickelnden Hochschule“.

Dynamisch nahm Ludin denn auch die Bühne für sich ein, wechselte während ihres von einer Präsentation begleiteten Vortrags öfters die Seiten des Raums und referierte über ein sehr aktuelles Thema: „Baumsparpläne – Chancen und Risiken für Wald und Anleger“. Detailliert grenzte die Ökonomin ab, um was für eine Geldanlage es sich hierbei handelt, zeigte die Ähnlichkeiten zu traditionellen Sparplänen und vergaß auch nicht die Risiken. Plantagenanbau in politisch nicht gefestigten Ländern zum Beispiel, welcher nach ihrer Ansicht nicht nur soziale Gefahren birgt, sondern auch ökologisch problematisch ist.

„Leisten Baumsparpläne einen Beitrag zur nachhaltigen Forstwirtschaft?“ Mit den Studenten möchte Ludin im Wintersemester in einem Wahlpflichtfach dieser Frage vertieft nachgehen. Dabei wird sie auch die aktuellen Angebote analysieren und auf steuerliche Aspekte eingehen. Ihr Lehrstuhl bietet ein weites Aufgabenfeld am Rande der klassischen forstwirtschaftlichen Ausbildung. Ein Forschungsschwerpunkt wird neben dem „Wald als Geldanlage“ der „Wald als Ort umweltpolitischer Bildung“ sein. Auch bei der Novellierung des Landeswaldgesetzes wird sich Ludin einbringen.

Die „Henne im Korb“, wie Hauk witzelte, wird Daniela Ludin allerdings nicht lange bleiben. Rektor Bastian Kaiser kündigte an, schon zum Wintersemester werde eine weitere Professorin an der HFR eingestellt: „Kosten Sie es noch aus!“

Vom Ministerium an die FH
Daniela LudinDaniela Ludin

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20.07.2009, 12:00 Uhr
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