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„Wir haben mehrere Matchwinner“

Volleyball: Michael Neumeister über die Rottenburger Erfolgsserie

Zuspieler Michael Neumeister von Volleyball-Erstligist EnBW TV Rottenburg ist selbst total überrascht, wie gut es für seine Mannschaft läuft. Jetzt sei auch mal Königs Wusterhausen fällig, sagt Neumeister vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten am Samstag (20 Uhr) im TAGBLATT-Interview.

13.11.2009

TAGBLATT: Herr Neumeister, haben Sie nicht manchmal Angst, aufzuwachen und festzustellen, dass Rottenburg 4:8 statt 10:2 Punkte hat?

Michael Neumeister: Solche Gedanken macht man sich tatsächlich schon mal. Ich kann es gerade auch nicht ganz glauben, aber es läuft nahezu perfekt für uns. Das hätte ich mir vorher nie träumen lassen. Das ist sensationell, ich würde gerne noch ein bisschen weiter träumen.

Der Zuspieler ist von zentraler Bedeutung für ein Team. Wie sehen Sie eigentlich Ihre eigene Leistung?

Bis auf das Spiel beim 0:3 in Friedrichshafen ist es so gelaufen, wie ich mir das vorgenommen hatte. Ich habe mit Ausnahme dieses einen Spiels wenige Fehler gemacht und auf ziemlich konstant starkem Level gespielt. Ich muss aber noch Ruhe und Konstanz in schwierigen Situationen behalten.

Aber war der Druck für Sie als neuer Zuspieler Nummer eins nicht sehr groß?

Doch, ich hatte ja vor der Saison immer gesagt, dass es eine schwierige Aufgabe wird. Aber die Teamkollegen haben mir mit guten Annahmen und verwandelten Pässen den Job am Anfang auch sehr erleichtert. Jeder war bereit, mitzuhelfen. In jedem Spiel gibt es immer einen Punktemacher, dem der Zuspieler jeden Ball stellen kann. Wir haben da gleich mehrere davon, die diese Rollen übernehmen und Matchwinner werden können. Ob Falko Steinke, Stefan Schneider, Matthias Pompe oder Dirk Mehlberg – bei uns verschiebt sich das von Spieltag zu Spieltag. Das macht es für die Gegner schwer, sich auf uns einzustellen.

Wie hat Ihnen Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger das Aufrücken zum ersten Zuspieler erleichtert?

Er hat mir von Anfang an den Rücken gestärkt und unterstützt mich in jeder Phase. Er schenkt mir das Vertrauen, pickt sich aber nach einem Spiel wie in Dürrenberg das raus, was nicht gut war. Das ist auch in Ordnung, ich will mich ja weiterentwickeln. Bei unserer Erfolgsserie fällt es aber auch leichter, mit Kritik umzugehen.

Der TV Rottenburg hat noch nie gegen Königs Wusterhausen gewonnen. Ist KW denn diesmal fällig?

KW wäre auf jeden Fall mal fällig! Wir haben mit dem Team noch eine Rechnung offen. Aber Königs Wusterhausen hat durch Libero Sebastian Prüsener eine sehr starke Annahme und Abwehr sowie in Diagonalspieler Matthias Böhme den überragenden Angreifer der Liga (182 Punkte in 6 Spielen und 6,5 Punkte pro Satz, die Red.). Unsere Hauptaufgabe ist, Böhme zu stoppen. Außerdem müssen wir viel Geduld haben, da KW sehr gut abwehrt, und keine Fehler machen.

Für das Spiel wirbt der TVR um Studenten als Zuschauer und verlost dreimal Studiengebühren. Wie kommt die Aktion an der Uni an?

Seht gut, das zieht mit den Pappfiguren, die überall in der Uni aufgestellt sind und Thomas Ranner, Dirk Mehlberg, Stefan Schneider, Matthias Pompe, Willy Belizer oder mich zeigen. Die Studenten finden das schon extrem Klasse, dass sie Studiengebühren gewinnen und für wenig Geld Bundesliga-Volleyball sehen können. Viele Studenten wissen gar nicht, dass in Tübingen Bundesliga-Volleyball gespielt wird. Das soll sich ändern!

Was bekommen die Zuschauer am Samstag zu sehen?

Ein geiles Spiel mit hochklassigen Aktionen, das ist ja immerhin der Dritte gegen den Vierten vor großer Kulisse. Ich hoffe, dass wir dann auch gewinnen.

Fragen von Thomas de Marco Zuspieler Michael Neumeister in Kürze

Geboren 1985 in Pensa (700 Kilometer südöstlich von Moskau), wuchs Michael Neumeister ab dem zweiten Lebensjahr in Schwerin auf. In der 5. Klasse erlernte er beim Schweriner SC Volleyball. Dort wurde Neumeister für die Jugend-Nationalmannschaft entdeckt und wechselte für vier Jahre zum VCO Berlin ans Sportgymnasium. Danach spielte er zwei Jahre lang für VV Leipzig und anschließend eine Saison bei SG Eschenbacher-Eltmann. 2008 kam der Zuspieler zu EnBW TV Rottenburg. Er hat ungefähr 50 Junioren-Länderspiele gemacht. „In fünf Jahren werde ich hoffentlich Deutscher Meister mit Rottenburg“, sagt Neumeister.

Volleyball: Michael Neumeister über die Rottenburger Erfolgsserie
Gutes Auge und viel Gefühl in den Fingern: Rottenburgs Zuspieler Michael Neumeister hat sich nach dem Ausstieg von Thomas Welz bestens als Spielmacher des Bundesligateams etabliert. Bild: Ulmer

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13.11.2009, 12:00 Uhr
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